Urdorfer Fasnachts-Umzug
Bunte Besucher im närrischen Ausnahmezustand

Unter dem Motto «En Charre voll Narre» lockte ein farbenfroher Fasnachts-Umzug in Urdorf Tausende auf die Strasse. NSA und Pendler-Elend, Verrichtungsboxen und Non-Stop-Shopping waren die Themen.

Christian Murer
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Farbenfroher Fasnachts-Umzug in Urdorf
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Hoch auf dem Wagen können diese fasnächtlich verkleideten Jugendlichen den Umzug so richtig geniesen.
Die Guggenjugend schreitet frisch voran.
Schwelli Böögge aus Zürich.
Die Bänkli-Clique aus Oberrohrdorf.
Der Teufel spielt mit dem Feuer.
Verkehrspolitik einmal anders.
Bei strahlendem Sonnenschein schneit es Konfetti.
Auch auf dem Strassenboden kann man bestens Euphonium spielen.

Farbenfroher Fasnachts-Umzug in Urdorf

Christian Murer

Azurblau zeigte sich an diesem frühlingshaften Samstagnachmittag der Urdorfer Himmel, als beim Alterszentrum Weihermatt der kunterbunte Umzug startete: Rund dreissig Wagen rollten an, mit prächtigen Masken und Gruppen, kunstvoll geschminkten Gesichtern sowie etwa zwei Dutzend Guggen.

Eine riesige Schar von Fasnachtsfans säumte die Umzugsroute und liess sich von der lauten, grell-pastellen Fasnachtsschlange verzaubern. Zum eigentlichen Umzugs-Thema «En Charre voll Narre» tauchten einige wenige Wagen auf, allen voran die Clique Schäflibach, die heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum feiert.

Schräg schränzende Guggen

Sujets wie NSA – wir hören, Meh als Honig, Pendlers Elend, Mobile Verrichtungsbox oder Non Stop Shop waren dieses Jahr die bestimmenden Themen. Guggenmusiken aus nah und fern lockerten mit ihren laut-schrägen Tönen den Umzug auf.

Da spielten aus der Region die «Flüüge-Tätscher» aus Birmensdorf, gefolgt von der «Monsterwält» der Urdorfer «Stiereschränzer» oder die Gugge «Schnierliwutz» aus Dietikon mit dem Motto «Zwergli». Vertreten war ebenso die Dietiker Gugge «Reppischfäger» zur etwas unpassenden Verkleidung «Iis-Chalt».

Der diesjährige Urdorfer Fasnachtsumzug kurz zusammengefasst: Es herrschte närrischer Ausnahmezustand, originelle Wagen waren zu sehen, fröhliche Besucher und stürmischer Konfettiregen – ansonsten wars sonnig und heiter mit leichter Bise.

Neben den Konfettis, die auch schon mal handgestopft in den Krägen attraktiver Damen landeten, entdeckte man vorwiegend närrischen Frohsinn, fliegende Orangen, jede Menge Süssigkeiten und vielerlei warme Getränke.

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