Mit 2,45 Millionen Franken, das heisst mit 35 Prozent an den Gesamtkosten von 7 Millionen Franken, beteiligt sich der Bund am Bau des Stadtplatzes in Schlieren. Dies erklärt Anselm Schwyn vom kantonalen Amt für Verkehr auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung. Die Zahlungen werden im Rahmen des ersten Agglomerationsprogramms geleistet, dessen Leistungsvereinbarung Bund und Kanton vor kurzem unterzeichnet haben. Mit der Zentrumsplatzgestaltung soll die seit den 1970er-Jahren bestehende Zweiteilung der Stadt durch Zürcher-/Badenerstrasse aufgehoben werden; die Realisierung ist bis 2015 geplant.

Neben dem Schlieremer Stadtplatz und verschiedenen Verkehrssteuerungsmassnahmen zahlt der Bund auch an die Umgestaltung des Limmatwegs und übernimmt dabei ebenfalls 35Prozent an den Gesamtkosten von 9Millionen Franken, also 3,15 Millionen Franken.

Insgesamt 400 Millionen Franken

Insgesamt zahlt der Bund rund 400 Millionen Franken für eine erste Tranche von Verkehrs-Infrastrukturprojekten im Grossraum Zürich. Der mit rund 280Millionen Franken grösste Happen geht an die künftige SBB-Durchmesserlinie von Zürich Altstetten via Durchgangsbahnhof Löwenstrasse und Weinbergtunnel nach Zürich Oerlikon.

Bei diesem Projekt beträgt der Anteil des Bundes 50Prozent. Die Leistungsvereinbarung gilt für das Agglomerationsprogramm der ersten Generation, das der Kanton 2007 beim Bund eingereicht hatte und das sich auf das Infrastrukturfonds-Gesetz des Bundes stützt: Es hält fest, dass er sich finanziell an Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Städten und Agglomerationen beteiligt.

Demnächst für die Limmattalbahn

Zurzeit ist laut Volkswirtschafts-Direktion der das Amt für Verkehr angegliedert ist, das Agglomerationsprogramm der zweiten Generation in Arbeit.

Es muss bis Mitte 2012 beim Bund eingereicht werden. In dieses Programm aufgenommen werden unter anderem die Limmattalbahn, die dritte Etappe der 4. S-Bahn-Teilergänzung und die Tramverbindung Hardbrücke. (mke/sda)