Die Unterengstringer Schule steht vor einer wegweisenden Abstimmung. Für gut vier Millionen Franken soll das Schulhaus Büel A einen modernen Anbau erhalten und im bestehenden Teil saniert werden. Am Sonntag, 23. September, entscheiden die Stimmbürgerinnen und -bürger über das Projekt. Schulpräsident Beat Fries (parteilos) schaut der Abstimmung optimistisch entgegen. Es stehe ausser Frage, dass die Gemeinde mehr Schulraum brauche und die Bevölkerung stehe der Schule grundsätzlich positiv gegenüber, so Fries. «Ausserdem ist es kein überrissenes oder überdimensioniertes Projekt und es fügt sich gut in die bestehende Anlage ein.»

Bereits im Juni hat der Gemeinderat den 4,125 Millionen Franken teuren Ausbau an einer vorberatenden Versammlung im Detail vorgestellt. Der Kostenvoranschlag lasse sich in der aktuellen Phase mit einer möglichen Abweichung von rund 10 Prozent definieren, heisst es in der Weisung zur Vorlage. Von den Gesamtkosten sollen 2,465 Millionen Franken in den Erweiterungsbau fliessen. Die Sanierung des alten Gebäudeteils kostet voraussichtlich 1,085 Millionen Franken. Der Rest ist für Umgebung, Baunebenkosten sowie Ausstattung und Möblierung der neuen Schul- und Büroräume vorgesehen. Planmässig starten die Arbeiten im Juli 2019, bis zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 soll das Gebäude bezugsbereit sein.

Rollstuhlgängig und erdbebensicher

Die Erweiterung ist ein Hybrid aus Holz und Beton. Weil viele Bauteile vorgefertigt werden, soll die Bauzeit möglich kurz gehalten werden, steht weiter in der Weisung. Der Annexbau erweitert den bisher nur einseitig erschlossenen Korridor. Die wegfallenden Fenster werden durch einen durchgehenden Lichthof kompensiert, damit es im Gang nicht zu dunkel wird. Zudem ist das Gebäude künftig dank Lift rollstuhlgängig und wird erdbebensicher gemacht. Dank dem Ausbau verbessert sich auch der Anteil der produktiv nutzbaren Fläche im Verhältnis zur gesamten Gebäudefläche, weil der ähnlich gross bleibende Korridor mehr Schulräume erschliesst.

Im bestehenden Gebäudeteil werden die Sanitäranlagen komplett erneuert, ein separater Putzraum für den Hausdienst erstellt sowie die elektrischen Installationen, wo erforderlich, erneuert. Auch in der Umgebung gibt es Veränderungen. Die vom Neubau tangierte Weitsprunganlage wird an den Rand des Grundstücks verlegt und vor den beiden Kindergärtenräumen entsteht ein neuer Spielplatz.

Pavillon wieder für Freizeit

Wird der Ausbau vom Stimmvolk abgesegnet, soll laut Fries der Pavillon beim Schulhaus Büel A, der zurzeit für den Unterricht benutzt wird, wieder frei werden für Freizeitaktivitäten. Dies sei im Sinn der Bevölkerung, sagt Fries. Denn die Nutzung des Pavillons sorgte an den letzten Gemeindeversammlungen jeweils für Diskussionen.

Auch Gemeindepräsident Simon Wirth (FDP) ist zuversichtlich: «Ich glaube, dass das Projekt gute Chancen hat, angenommen zu werden.» Bei der vorberatenden Versammlung im Juni sei der Tenor unter den anwesenden Stimmbürgern grundsätzlich positiv gewesen. Natürlich gebe es immer kritische Stimmen, aber diese hätten vor allem Einzeldetails betroffen. Etwa, dass lokale Unternehmen bei der der Umsetzung des Projekts berücksichtigt würden. Deshalb bekräftigt Wirth: «Wir haben darauf geachtet, bei der Bauausführung möglichst lokale Unternehmen miteinzubinden.»