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Bruno-Weber-Park: Das Seepferdchen gibts nun auch digital

Dank den von Lehrlingen erstellten Messdaten liegen nun Grundlagen für den Erhalt des Bruno-Weber-Parks und für Merchandisingartikel vor.

Für die Lernenden der Schlieremer Geomatikfirma Acht Grad Ost AG war die Verarbeitung der grossen Datenmengen eine Herausforderung. Anfang Februar hatten sie im Bruno-Weber-Park einzelne Skulpturen sowie das Parkmodell vermessen und dabei viele Daten gesammelt. Deren Auswertung haben die angehenden Geomatiker nun präsentiert. Für den Park sind die Messresultate von grossem Nutzen: «Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Bruno-Weber-Parks», sagt Stiftungsrat und Architekt Eric Maier auf Anfrage.

Dank den Messungen hat der Park nun verlässliche Grundlagen für die weitere Planung zur Hand. «Zum ersten Mal liegen Zahlen vor», sagt Maier. Die Vermessungen, die bisher von Hand gemacht worden seien, könnten nun mit den präzisen Lasermessungen komplettiert werden.

Eine wichtige Erkenntnis resultierte aus den Deformationsmessungen. Sie analysieren, ob sich Objekte bewegen. Dabei hat sich gezeigt, dass sich lediglich die grosse Wiener Eule im Eingangsbereich etwas bewegt hat. Wie Martin Wehrli, Projektleiter der Acht Grad Ost AG, sagt, seien die Werte aber nicht alarmierend. «Das ist ein beruhigendes Resultat», sagt Maier bezüglich der Sicherheit der Besucher.

Seepferdchen im Verkauf?

Neben der Deformationsmessung haben die Lernenden auch eine digitalisierte Version des bestehenden Parkmodells erstellt. Sie hält den derzeitigen Zustand fest und kann für eine spätere Rekonstruktion des Modells verwendet werden. Darüber hinaus haben die Lernenden fünf Skulpturen digitalisiert. Die dreidimensionalen Modelle lassen sich online von allen Seiten betrachten. Von der Seepferdchen-Skulptur liessen die angehenden Geomatiker sogar ein Gipsmodell anfertigen. Mit Ausnahme der Grösse kann dieses kaum vom Original im Park unterschieden werden.

Damit haben die Lernenden den Weg für Merchandisingartikel geebnet. Ein Verkauf solcher Artikel ist derzeit aber noch nicht geplant. Im Rahmen der Zusammenarbeit von Stiftung und Vermessungsfirma ist auch Geländemodell erstellt worden, das die Basis für die in Planung stehende Grundstückentwässerung bietet.

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