Projekt Limmattalbahn

Brücke über die Autobahn: Fussgänger und Velofahrer kommen nun sicher von Dietikon nach Urdorf

Die neue Fussgänger- und Veloverbindung über die A4 ist der Öffentlichkeit übergeben worden. Nun hat es am Autobahnknoten Urdorf Nord Platz für eine zusätzliche Abbiegespur für die Autos und für die Limmattalbahn.

Erstellt wurde sie bereits Ende April, nun ist sie offiziell offen -die 50 Meter lange Fussgänger- und Velobrücke Herweg beim Autobahnknoten Urdorf Nord. Gestern haben Urdorfs Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP) und Dietikons Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) das Bauwerk eröffnet. Die Brücke ersetzt den Gehweg bei der Überführung Bernstrasse, da dieser Bereich für das Trasse der Limmattalbahn benötigt wird. Sie verbindet die neue Haltestelle Herweg in Urdorf mit der Bernstrasse auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn.

«Um die Kapazität des Knotens Bernstrasse/Birmensdorferstrasse auch in Zukunft gewährleisten zu können, wenn er von der Limmattalbahn passiert wird, bedarf es für die Autofahrer eine zusätzliche Rechtsabbiegespur von der Bernstrasse in die Birmensdorferstrasse Richtung Urdorf», erklärte Daniel Issler, Gesamtprojektleiter und Geschäftsführer der Limmattalbahn AG. Dadurch falle allerdings der Gehweg auf der Überführung Bernstrasse weg. Deshalb sei der Bau der Brücke notwendig gewesen.

Wichtige Verbindung für die Kantonsschule

Eine Brücke, die unter anderen auch den Schülerinnen und Schüler der nahe gelegenen Kantonsschule in Urdorf eine sicheren Schulweg ermögliche, wie Rottensteiner betonte. Auch Bachmann wies auf die Bedeutung dieser Verbindung hin. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass im Abstimmungskampf stets betont worden sei, dass es sich bei der Limmattalbahn um ein Gesamtverkehrsprojekt handle. «Die Brücke ist ein erstes Beispiel dafür, dass das Projekt unter anderem auch dem Langsamverkehr zugute kommt», sagte Bachmann, nachdem er zusammen mit Rottensteiner ein Band in der Brückenmitte durchschnitten hatte. Flankiert wurden die beiden Gemeindevorsteher bei diesem symbolischen Akt von Danilo Follador (Bauvorstand Urdorf, CVP) und Lucas Neff (Vorsteher Infrastrukturabteilung Dietikon, Grüne).

Obschon die Brücke für die Passanten nun offen ist, fehlen noch einige Details, etwa die Handläufe für die Fussgänger. Auch einen neuen Anstrich wird das Bauwerk erhalten. Sämtliche anderen Arbeiten, unter anderem das Anbringen von Fernwärmeleitungen unter der Brücke, seien erledigt, sagte der verantwortliche Ingenieur Pascal Guignard. Es habe alles wie geplant funktioniert. Insbesondere das Einsetzen der Brücke in der Nacht vom 21. April auf den 22. April habe dank einer minutiösen Vorbereitung hervorrageng geklappt.

Im Endzustand wiegt die Brücke 200 Tonnen

Damals hob ein 500 Tonnen schwerer Pneukran die Stahlkonstruktion in die neuen
Widerlager (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Zuvor wurde die Brücke in zwei 25 Meter langen Teilen von der Werkstatt in Rapperswil-Jona zum Bauinstallationsplatz an der A4 transportiert. Dort wurden die beiden Elemente zusammengeschweisst und von einem Spezialfahrzeug an die rund einen Kilometer entfernte Baustelle transportiert. Für die anschliessende Einhebung der Brücke war eine 15-minütige Vollsperrung der Autobahn nötig.

Seither haben Arbeiter vorfabrizierte Betonplatten auf der Brücke verlegt sowie die Fahrbahn betoniert und asphaltiert. Zudem wurden beidseits der Brücke Stahlgeländer angebracht. Sie wiegt im Endzustand 200 Tonnen. Für die Beleuchtung sorgen LED-Licher in den Handläufen sowie zwei Beleuchtungsmasten.

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