Urdorf

Bronze für Limmattaler Kantischüler an der Biologie-Olympiade im Iran

Der Limmattaler Maturand Henry Wetton und seine Kollegen Jana Meier, Florin Kalberer und Michelle Knecht (von links nach rechts) posieren mit ihren Medaillen.

Der Limmattaler Maturand Henry Wetton und seine Kollegen Jana Meier, Florin Kalberer und Michelle Knecht (von links nach rechts) posieren mit ihren Medaillen.

Das Schweizer Team hat an der diesjährigen Internationalen Biologie-Olympiade in Iran eine starke Leistung gezeigt. Der Maturand Henry Wetton von der Kantonsschule Limmattal gewann Bronze.

Es war bisher ein erfolgreicher Sommer für den Limmattaler Kantonsschüler Henry Wetton: Zuerst schloss er die Matura ab. Danach gewann er eine internationale Auszeichnung an der Biologie-Olympiade in Teheran. Er war einer von 81 Bronzemedaillen-Gewinnern. Ausserdem wurden 27 Gold- und 54 Silbermedaillen vergeben. Insgesamt haben sich 261 Bio-Talente aus über 60 Ländern für den Wettbewerb qualifiziert. Doch damit Wetton überhaupt an der Olympiade teilnehmen konnte, musste er zuerst drei nationale Prüfungen bestehen. Die ersten beiden waren theoretisch. Die letzte umfasste den praktischen Teil, wobei die Schweizer Jugendlichen im Labor der Universität Bern 20 Experimente lösen mussten.

Um bei den Prüfungen an der Olympiade zu punkten, benötigten die Teilnehmenden ein breites Fachwissen, logisches Denken, Stressresistenz – und gute Fähigkeiten im Labor. Sie mussten in zwei dreistündigen Theorietests beweisen, wie gut sie ihr Wissen über Anatomie, Genetik und Zellbiologie anwenden können. Im praktischen Teil lösten sie Fragen zur Molekularbiologie, Pflanzensystematik und Evolution. Henry Wetton schnitt bei der Aufgabe zur Evolution am besten ab.

Leidenschaft zur Biologie

Interesse an der Biologie hat Wetton erst seit kurzem: «Lustigerweise begeisterte mich erst die Olympiade für die Biologie. Davor habe ich mich eher als ‹Chemiemenschen› gesehen.»
Der 18-Jährige wird diesen Herbst sein Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) beginnen. Dabei wird er Interdisziplinäre Naturwissenschaften studieren. «Danach würde ich gerne in Richtung Forschung gehen, vermutlich Biochemie.»
Derzeit weilt der junge Mann, der in Affoltern am Albis lebt, immer noch mit zwei Coaches und einer Freundin im Iran. «Teheran gefällt mir super. Wir haben viele Museen besucht, wie zum Beispiel das Nationale Museum, in dem diverse archäologische Funde aus den letzten 5000 Jahren ausgestellt sind.» Zurzeit sind die vier in Isfahan und besuchen historisch wertvolle Bauwerke.

Ein Sommer der Olympiaden

Vier weitere Schweizer Teams kämpfen diesen Sommer um Medaillen an den Internationalen Wissenschafts-Olympiaden. Zurzeit finden diese gerade in Physik (Portugal) und Chemie (Tschechische Republik und Slowakei) statt. Weiter geht es dann mit der Internationalen Geografie-Olympiade in Kanada vom 31. Juli bis 6. August und anschliessend mit der Informatik-Olympiade. Diese wird in Japan vom 1. bis 8. September ausgetragen.

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