Urdorf
Brigitta Johner: «Ich werde eine Botschafterin für das Limmattal»

Die Urdorfer Kantonsrätin Brigitta Johner wird 2014 als Kantonsratspräsidentin zur höchsten Zürcherin. Nicht nur persönlich, sondern für das Limmattal freut sie sich - denn 30 Jahre sind seit dem letzten Limmattaler im Kantonspräsidium vergangen.

Katja Landolt
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Brigitta Johner-Gähwiler

Brigitta Johner-Gähwiler

Zur Verfügung gestellt

Frau Johner, Ihre Fraktion hat Sie für die Wahl im Mai als 2. Vizepräsidentin und somit als Kantonsratspräsidentin für das Jahr 2014 nominiert. Was für eine Bedeutung hat diese Nomination für Sie?

Brigitta Johner-Gähwiler: Ich freue mich sehr über diese Nomination, das ist eine grosse Ehre für mich. Ich bin meiner Fraktion dankbar für das Vertrauen, das sie mir geschenkt hat. Gleichzeitig drückt sie mir so ihre Wertschätzung für meine langjährige Arbeit im Rat aus.

Warum wurden Sie nominiert?

Zur Person

Die Urdorfer Kantonsrätin Brigitta Johner-Gähwiler (60) wurde letzte Woche von der FDP-Fraktion als 2. Vizepräsidentin des Kantonsrats nominiert.

Somit wird JOhner im Jahr 2014 das Kantonsparlament als offiziell höchste Zürcherin präsidieren.

Johnerser ist verheiratet und Mutter von drei Söhnen. Sie lebt mit ihrer Familie seit 1984 in Urdorf und war vor vdem Kantonsratsmandat zwölf Jahre lang Schulpfegerin. (KSC)

Ich bin seit dem Jahr 2000 im Kantonsrat und hatte verschiedene Funktionen inne: Ich war Präsidentin der Kommission für Bildung und Kultur und habe mich in verschiedenen anderen Ausschüssen und Kommissionen engagiert. Seit 2009 bin ich in der Geschäftsleitung des Kantonsrats und heute 1. Ratssekretärin. Der Ablauf des Ratsalltags ist mir vertraut, ich weiss, was auf mich zukommen wird.

Was wird denn als Ratspräsidentin auf Sie zukommen?

Eine vielfältige, anspruchsvolle Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Ich hatte schon immer ein grosses Interesse am Ratsbetrieb, am Organisatorischen, an den Abläufen und den Verfahren. Auch die rechtlichen Fragen interessieren mich sehr. Als offener Mensch will ich den Kantonsrat auch gut nach aussen repräsentieren. Ich habe Freude daran, zu vermitteln, was wir im Rat tun.

Gibt es Änderungen oder eine neue Ordnung, die Sie in den Rat einbringen wollen? Beispielsweise betreffend Ruhe im Saal?

(lacht) Wer will nicht mehr Ruhe in den Ratsbetrieb bringen? Aber mich dünkt, der Rat sei ruhiger als auch schon. Das hat nebst der Leitung vielleicht auch damit zu tun, dass die Legislatur vor einem Jahr gestartet und die Zusammensetzung neu ist. Aber in einem solchen Rat sitzen lauter Alphatierchen. Ich betrachte daher meine Arbeit als die einer Regisseurin, die dafür bedacht ist, das Stück gut über die Bühne zu bringen.

Was ist das für ein Gefühl, wenn Sie an das Jahr 2014 denken?

Es ist ein wunderbares Gefühl. Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch und freue mich persönlich auf viele interessante Begegnungen und Erfahrungen. Ganz besonders freut mich, dass das Limmattal nach gut 30 Jahren wieder einmal das Kantonspräsidium stellen kann. Ich sehe mich als eine Botschafterin für das Limmattal.

Sie wollen die Gelegenheit beim Schopf packen, das Limmattal während Ihres Jahres als Ratspräsidentin wieder mehr ins Scheinwerferlicht zu rücken?

Sicher. Durch verschiedene Veranstaltungen hat man einen engen Kontakt zu den Regionen, aus denen das jeweilige Präsidium stammt. Ich wünsche mir, dass das Limmattal als dynamische Region und liebens- und lebenswerte Gegend wahrgenommen wird, in der viel Potenzial steckt.

Was erhoffen Sie sich von diesem Amt für die Zeit nach 2014?

Ich erhoffe mir, dann sagen zu können, dass ich den Kantonsrat gut geleitet und den Kanton Zürich würdig vertreten habe.