Limmattal

Brigitta Johner holt erneut viel Polit-Prominenz ins Limmattal

Feier zur Wahl der Urdorferin Brigitta Johner (FDP) zur Kantonsratspräsidentin.

Feier zur Wahl der Urdorferin Brigitta Johner (FDP) zur Kantonsratspräsidentin.

Die Kantonsratspräsidentin verpasst keine Gelegenheit, hochrangigen Politikern den Bezirk zu präsentieren. Lokale Betriebe finden so Gehör.

Das Limmattal wird zum Polit-Treffpunkt: Die Erinnerungen an die Feier zur Wahl der Urdorferin Brigitta Johner (FDP) zur Kantonsratspräsidentin sind noch frisch. Auf dem Mehrzweckplatz Zwischenbächen nahm die Bevölkerung die Chilbi-Bahnen in Beschlag. Dies unter den Augen der Regierungsrätinnen Regine Aeppli und Ursula gut sowie mehreren Kantonsräten. Erst im Mai dieses Jahres pilgerte die politische Elite aus allen Teilen des Kantons nach Urdorf, um der höchsten Zürcherin ihre Aufwartung zu machen. Am kommenden Montag empfängt das Limmattal erneut hohen Besuch. Heuer lädt die Geschäftsleitung des Kantonsrats zu dessen jährlich stattfindendem Gesellschaftsanlass. Erwartet werden wiederum Kantonsräte, Regierungsräte, Vertreter der kantonalen Gerichte und Landeskirchen. Federführend bei diesem Anlass ist Brigitta Johner selbst. Dabei bleibt es jedoch nicht: Auch das alljährliche Medienessen sowie weitere Anlässe, zu denen die kantonsrätliche Geschäftsleitung traditionsgemäss einlädt, werden in Johners Präsidialjahr im Bezirk Dietikon stattfinden.

Beim gesellschaftlichen Anlass gehe es darum, die Menschen, mit denen man im Kantonsrat sitze auch einmal ausserhalb des Ratsbetriebes besser kennenzulernen, sagt Johner. Jedes Jahr lädt das aktuelle Ratspräsidium in seine Region ein und stellt für den Nachmittag ein Programm seiner Wahl zusammen. Verschiedene Betriebe und Institutionen öffnen der Politik ihre Türen. Am Abend folgt ein gemeinsames Essen. Mit der Auswahl der nachmittäglichen Besuchsziele versucht Johner, ein möglichst facettenreiches Bild des Bezirks Dietikon zu zeichnen: «Die Auswahl war schwer, das Limmattal hat enorm viel zu bieten. Dies gibt mir die Möglichkeit, meinen Gästen einen Einblick in viele Bereiche zu geben.» Neben traditionsreichen Unternehmen, landwirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Betrieben sei es ihr auch wichtig, den Forschungsstandort Bio-Technopark in Schlieren zu zeigen.

So öffnet unter anderem Kantonsrat Hanspeter Haug seinen Betrieb für die Kollegen. Haug, seit 2003 in der Legislative, freut sich auf die rund zweistündige Tour. So sagt der Politiker, dass Haugweine herausgeputzt und er selber bereit für die Gäste sei. Mitgeben wird Haug seinen Kollegen auch die Situation am Gubrist: «Sicherlich werde ich das Gubristportal ansprechen. Dass die angestrebte Autobahnüberdeckung für Weiningen wichtig ist, will ich den Besuchern vermitteln», so Haug.

Schnuppern im Randgebiet

Politisch zugehen wird es auch in Dietikon. Die Orgelbaufirma Metzler freut sich ebenfalls auf hohen Besuch aus allen Ecken und Enden des Kantons. «Speziell für uns ist, dass wir diesen Besuchern sicherlich unsere Sicht der Dinge auf die Aktualität bieten können. Das ist ein Privileg», so Betriebsleiter Mathias Metzler. Er werde die Abstimmung zu den beiden Strukturmodellen bei der reformierten Kirche der Stadt Zürich ansprechen und so für eine Stärkung der Landeskirchen appellieren. «Daneben tut es den Politikern auch gut, in einem wirtschaftlichen Randgebiet, wie dem Orgelbau, zu schnuppern», so Metzler. «Mehr Orgeln verkaufen werde ich durch diesen Anlass aber sicherlich nicht», fügt er mit einem Schmunzeln an.

Und welchen Betrieb wird Johner selbst unter die Lupe nehmen? «Da ich kulturinteressiert bin, habe ich mich für die Firma Metzler Orgelbau entschieden», sagt sie, ergänzt aber, dass sie fast alle übrigen Besuchsziele bereits kennt.

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