Birmensdorf
Brand in Asylunterkunft: Drei Personen wurden umquartiert

Nach dem Brand der Asylunterkunft in Birmensdorf konnten alle Bewohner untergebracht werden. Noch ist aber immer noch nicht klar, was das verursacht hat. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Sandro Zimmerli
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Der ausgebrannte Container ist nicht mehr bewohnbar. zim

Der ausgebrannte Container ist nicht mehr bewohnbar. zim

Die Ursache für den Brand, der eine der beiden Asylunterkünfte in Birmensdorf zerstörte, ist noch nicht geklärt . Dafür konnte für die im betroffenen Container einquartierten Bewohner eine Unterbringungslösung gefunden werden. «Für uns war es oberste Priorität, in dieser Notsituation schnell handeln zu können. Die Firma ORS Service AG, welche im Auftrag der Gemeinde Birmensdorf die Asylbewerber betreut, konnte die betroffenen Personen an einem anderen Ort unterbringen», sagt Birmensdorfs Gemeindeschreiber Angelo Umberg.

Es handle sich dabei um drei Asylsuchende. «In jedem Container haben wir Platz für zwölf Personen. Zurzeit wohnen insgesamt elf Asylsuchende in der Unterkunft. Aufgrund der speziellen Situation mit Schwarz- und Nordafrikanern musste für drei Betroffene eine neue Unterkunft gefunden werden», so Umberg

Brandstiftung nicht auszuschliessen

Ausgebrochen ist der Brand in der Silvesternacht. Kurz vor 2 Uhr mussten die Feuerwehren von Birmensdorf und Urdorf ausrücken. Dank sofortigen Einsatzes konnte der Brand rasch gelöscht werden. Während des Löscheinsatzes waren keine der elf registrierten Asylbewerber vor Ort. Aufgrund erster Ermittlungen der Kantonspolizei ist Brandstiftung nicht auszuschliessen.

Bereits Stunden vor Brandausbruch musste die Kantonspolizei wegen Differenzen und Sachbeschädigungen zwischen einquartierten Schwarzafrikanern und Nordafrikanern ausrücken. Ob der Brand mit den Streitigkeiten unter den Asylbewerbern einen Zusammenhang hat, wird polizeilich abgeklärt.

Container wird begutachtet

Fakt ist, dass der ausgebrannte Container im jetzigen Zustand nicht mehr bewohnbar ist. «Wir warten nun ab, was die Schadenexperten unserer Versicherungen zu diesem Fall sagen», erklärt Umberg. Erst dann werde sich zeigen, ob der Container ersetzt werden müsse oder ob er saniert werden könne. Er gehe davon aus, dass die Gemeinde das vorgeschriebene Kontingent an Plätzen wieder zur Verfügung stellen müsse. Eröffnet wurden die Wohncontainer erst Anfang September.

Einen ähnlichen Vorfall wie in Birmensdorf erlebte vor rund dreieinhalb Jahren auch die Gemeinde Oberengstringen. Dort hatte der fahrlässige Umgang eines Bewohners mit Kerzen zu einem Brandausbruch geführt. Dabei brannte einer der sechs Wohncontainer in der Asylunterkunft bei der Bushaltestelle Lanzrain trotz eines schnellen Einsatzes der örtlichen Feuerwehr komplett aus. Eine weitere Baracke, in der ein Teil der Waschanlagen und Duschen untergebracht waren, wurde durch Wasserschäden aufgrund der Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden belief sich auf rund 200 000 Franken. Verletzt wurde niemand.