Schlieren

Brand bei Occasions-Autohandel in Schlieren ist gelöscht

In Schlieren brannte erneut ein Autohandel, gemäss Polizeiangaben handelte es sich um ein einstöckiges Gewerbehaus, verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Der nahe Bahnverkehr war kurzzeitig eingeschränkt.

Schon wieder ein Brand in Autogarage in Schlieren

Schon wieder ein Brand in Autogarage in Schlieren

Wieder ein Brand, wieder ein Grosseinsatz der Feuerwehr. Und wieder spielt sich die Szene an der Badenerstrasse in Schlieren ab. Kurz nach 11 Uhr vormittags ging bei der Feuerwehr die Meldung ein, dass eine Lagerhalle brenne.

Schnell wird klar, dass der Brand von gestern nicht die Dimensionen erreicht, die derjenige von Mitte September aufzuweisen vermochte. Nach Ankunft der Feuerwehr sei er innerhalb von 20 Minuten unter Kontrolle gewesen, sagt Daniel Schnyder vom Mediendienst der Kantonspolizei Zürich. Derjenige vor drei Wochen nahm zweieinhalb Stunden in Anspruch.

Rauch war ungefährlich

Laut ersten Informationen der Kantonspolizei Zürich habe sich in der hölzernen Halle ein Gestänge, vermutlich eines Zeltes, befunden. Der grössere Teil des Lagerhauses sei jedoch seit mehreren Monaten ungenutzt. Verletzt wurde niemand und die Rauchentwicklung sei ungefährlich gewesen, da sich weder Benzin noch Gummireifen im Lagerhaus befanden. Der angerichtete Schaden belaufe sich aktuell auf über 100 000 Franken.

Bereits vor knapp drei Wochen brannte es an dieser Adresse. Wenige Meter vom Lagerhaus entfernt brach am Morgen des 13. Septembers ein Feuer aus, dessen Flammen bis zu 25 Meter in die Höhe wuchsen. 150 Personen standen damals im Einsatz.

Gestern waren es rund 80 Einsatzkräfte aus der Schlieremer und Dietiker Feuerwehr. Beim Feuer damals gingen die Ermittler von Fahrlässigkeit aus. Gegen einen Mann, der nach dem Grossbrand verhaftet wurde, eröffnete die Staatsanwaltschaft Mitte September ein Verfahren.

Er soll beim Verrichten von Arbeiten in der Autowerkstatt das Feuer verursacht haben. Damals sagte ein Garagist, der sich auf dem Areal eingemietet hat, gegenüber der Limmattaler Zeitung, dass er des Öfteren fahrlässiges Verhalten beobachtet habe. So sei Restbenzin nicht fachmännisch abgelassen worden, stattdessen habe man ein Loch in den Tank des Autos gebohrt. Die Arbeit mit Schleifmaschinen und Schweissgeräten in der Holzhalle habe er auch oft beobachtet.

Brände hängen nicht zusammen

Gestern haben sich unter der Traube von Schaulustigen Thesen über die Ursachen des Feuers genau so schnell verbreitet, wie es der Brand selber tat. Ein Mieter des Areals, der nicht namentlich genannt werden will, denkt, dass auch diesmal fahrlässige Arbeit den Brand verursacht hat. «Dass wieder dasselbe passiert ist wie vor drei Wochen, kann ich mir sehr gut vorstellen», sagt er gegenüber der Limmattaler Zeitung.

Dies ist jedoch eine Vermutung, die die Kantonspolizei Zürich nicht teilt. Laut Mediensprecher Daniel Schnyder sei Fahrlässigkeit bei diesem Brand kaum die Ursache. Um den Grund für das Feuer jedoch herauszufinden, seien noch Abklärungen nötig, sagt er weiter. Auch dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Bränden bestehe, hält Schnyder für höchst unwahrscheinlich.

Brand in Schlieren

Grossbrand in Schlieren

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