Freitag, 19 Uhr, auf dem Unteren Schönenberg in Bergdietikon: Eine kleine eingeweihte Gruppe von zehn Angehörigen der Feuerwehr (AdF) setzt einen Alarm ab. Eine Scheune brennt! Im Rauch sind zudem auch noch zwei Bauern, die das Feuer eigenhändig löschen, ihr Hab und Gut, ihre 400 Hühner retten wollen.

Um 19.01 Uhr ertönt im Tal bereits die erste Sirene. Ist das schon die Feuerwehr oder ein anderer Einsatz, etwa die Polizei? Um 19.03 die nächste Sirene – definitiv ein Feuerwehrfahrzeug. Innert Minuten ist es da. Und trifft eine hysterische Bauernfrau an, kümmert sich um sie, später kommt Intermedic-Team zu Hilfe.

Das grosse, aber organisierte Gewusel geht los. Der Löschposten mit Hydrant wird vorbereitet. Schläuche werden verlegt, die Atemschutztruppe geht hinein in den Rauch. Ein Fahrzeug ums andere kommt an, auch jenes mit der Automatischen Drehleiter (ADL) aus Dietikon.

Dumm nur, dass die Dietiker über die Chele fahren statt über Kindhausen – die Bergdietiker müssen prompt ihr eigenes Tanklöschfahrzeug auf die Seite stellen, um den Kollegen den Weg frei zu machen. Davon lassen sie sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Und sie meistern die Situation, retten die Menschen, löschen das Feuer. Die Hühner hingegen, die waren nur hinzugedacht.

Stefan Brandenburger und Claudio Schildknecht, die per 2019 das Kommando von Christian Krähenbühl und Gérard Lüchinger übernehmen, zeigten sich zufrieden mit ihren überraschten Vorgängern. Lüchinger meinte: «Wir sind die beste Feuerwehr im Kanton Aargau. Ich bin stolz auf Euch. Und ich danke Dietikon, der besten Stützpunktfeuerwehr des Kantons Zürich.» Auch Krähenbühl fand schöne Worte: «Es hat Freude gemacht, mit Euch für die Sicherheit von Bergdietikon verantwortlich zu sein.»

Nach dem Aufräumen gab es dann die nächste Dietiker Hilfe: Würste und Steaks vom Grill von der Metzgerei Hildebrand – in der geretteten Scheune.