Boxen
«Es ist eine einzige Katastrophe»: Fight von Alexander Nedbei wurde wegen Corona erneut verschoben

Der Kampf um den «Continental Title», also den Europameister-Titel im Boxen, wurde nun erneut coronabedingt verschoben. Der Oberengstringer Alexander Nedbei ist enttäuscht wegen der schlechten Neuigkeiten.

Ruedi Burkart
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Boxer Alexander Nedbei aus Oberengstringen hofft, am 27. März in Augsburg wieder boxen zu können.

Boxer Alexander Nedbei aus Oberengstringen hofft, am 27. März in Augsburg wieder boxen zu können.

Archivbild: zvg / Limmattaler Zeitung

Dieses Wochenende hätte der Oberengstringer Alexander Nedbei (34) in Gelsenkirchen gegen seinen um sieben Jahre älteren deutschen Landsmann Christian Hiller um den «Continental Title» des Verbandes UBF kämpfen sollen. Also um den Europameister-Titel. Doch der bereits zweimal verschobene Kampf im Cruiser-Gewicht wird weder heute Samstag noch morgen Sonntag stattfinden. Grund: Die Stadt Gelsenkirchen verweigert weiterhin wegen Auflagen aufgrund der Coronapandemie die Bewilligung zur Durchführung.

«Dort oben ist alles dicht, nichts geht mehr, es ist eine einzige Katastrophe»,

äusserte sich ein hörbar enttäuschter Alexander Nedbei am Freitagnachmittag am Telefon. Weil die Inzidenzwerte in Nordrhein-Westfalen in den letzten Tagen deutlich angestiegen sind, ist der regionale Corona-Lockdown verlängert worden. Nedbei sieht immerhin ein wenig Licht am Horizont. Fast schon trotzig sagt er:

«Wenn alles klappt, boxe ich am 27. März in Augsburg.»

Zu wünschen wäre es dem Wahl-Limmattaler, schliesslich butterte er bislang rund 10'000 Franken in den Kampf, der ihn bei einem Sieg näher an die Top 100 der Welt bringen soll. Und der nun schon zum dritten Mal verschoben werden musste.