Bergdietikon
Bolls Most ist der beste

Nachdem er bereits bei den regionalen Wettbewerben in den Kantonen Zürich und Aargau abgeräumt hatte, überzeugte der Bergdietiker Fredy Boll auch die Degustatoren des Schweizer Süssmostqualitätswettbewerbs.

Sophie Rüesch
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Fredy Boll ist bekannt für die Qualität seines Mostes

Fredy Boll ist bekannt für die Qualität seines Mostes

Christian Murer

Am Freitag trug der 77-Jährige nach der Preisverleihung in St. Gallen die Goldmedaille nach Hause. Den ersten Platz teilt er sich mit neun weiteren Mostproduzenten aus der ganzen Schweiz.

Für Boll ist es bereits die neunte Goldmedaille an den Schweizer Most-Meisterschaften. Auch bei den «Vorrunden», den regionalen Wettbewerben, ist es jeweils eher überraschend, wenn der Bergdietiker einmal nicht den ersten Platz belegt. So auch dieses Jahr: Im Januar erreichte er beim Aargauer Süssmost-Grand-Prix als Einziger die maximale Punktzahl für zwei seiner Säfte.

Dabei sah es zunächst noch so aus, als ob die Voraussetzungen 2014 alles andere als ideal für einen guten Mostjahrgang wären: Hagelfälle und ein nasser Sommer liessen Boll bereits befürchten, dass die Ernte enttäuschend ausfallen könnte, erzählt er.

Auch der Schweizer Obstverband, der den Wettbewerb durchführt, hielt fest: «Eigentlich hätte man aufgrund der Witterung eher aromaschwache Säfte erwarten müssen.» Das Gegenteil sei aber der Fall gewesen: Die Säfte des Jahrgangs 2014 hätten sich als «überraschend gut» entpuppt.

Mit viel Handarbeit und Sorgfalt hat auch Fredy Boll noch das Beste aus seinen Äpfeln herausholen können. In seinem preisgekrönten Saft landeten letztlich sechs Apfelsorten, darunter etwa auch Boskoop-Äpfel, die dem süssen Most einen Hauch Säure verleihen.