Bergdietikon
Blumenträume und Glasobjekte im Bergdietiker Gemeindehaus

«Moonlight Serenade», «Summer Rhapsody», «Strangers in the Night» oder «Blowing in the Wind» heissen die grossflächigen Aquarell- und Acrylbilder von Tina Kistler. Kräftig-farbige Blumenbilder harmonieren dabei mit den Glasarbeiten von Nelly Rothen.

Christian Murer
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Vernissage von Tina Kistler und Nelly Rothen luden zur Vernissage ins Bergdietiker Gemeindehaus
9 Bilder
Glasobjekte von Nelly Rothen
Glasobjekte von Nelly Rothen
The Hidden Door von Tina Kistler
Vernissage
Carefree von Tina Kistler
Vernissage
Vernissage
Vernissage

Vernissage von Tina Kistler und Nelly Rothen luden zur Vernissage ins Bergdietiker Gemeindehaus

AZ

Die Blumenträume bilden mit den ausgestellten Glasobjekten eine passende Einheit. Sibylle Mazzotta-Locher stellte an der sehr gut besuchten Vernissage die beiden Künstlerinnen vor. Dazwischen lockerte Eva Noth mit ihren Geigenklängen den Event auf.

Stets neue Techniken ausprobiert

Schon als kleines Kind bekam Tina Kistler einen Malkasten und war von den Farben beeindruckt. Diese Faszination nahm sie mit ins Erwachsenenleben. Sie malte in jeder freien Minute. So stellte Tina Kistler vor genau zwanzig Jahren schon einmal im Bergdietiker Gemeindehaus aus. Ihre Inspirationsquelle ist die Natur – im Speziellen die englischen Gärten. «Flower-Dreams» heissen denn auch ihre Blumenbilder, die sie in erster Linie im Sommer malt, wenn sich die Gärten jeweils im schönsten Kleid präsentieren.

Abgebildet werden zarte und feine Linien und keineswegs eckige harte Übergänge. «Diese Art meines Ausdruckes halte ich für sehr weiblich», sagt Tina Kistler aus Dietikon. Liebend gerne probiert die Malerin in ihren Gemälden neue Techniken, frische Farbarten und andere Inhalte aus, um schliesslich erneut zu den Blumen zurückzukehren.

Auch Nelly Rothen war schon in der Schule fasziniert von Farben. Daher sind ihr Farben und Formen fast wichtiger als der gegenständliche Ausdruck. Deshalb nennt sie ihre Arbeiten «Farben- und Formspiele». Sie hat es gerne bunt und bevorzugt das kräftige Rot oder Orange.

Bis sie zum Glasmalen gekommen ist, hat Nelly Rothen so ziemlich alles bemalt, was bemalbar war. Sie verzierte Porzellan, betrieb Bauernmalerei, gestaltete Bilder in Acryl und vieles mehr. «Ich liebe die Abwechslung», betont sie, «deshalb tausche ich den Maluntergrund vielfach aus und probiere dabei Neues aus.» Glasmalen verlangt ein exaktes und sauberes Schaffen, da die Farbe sofort auf dem Glas haftet.

Die Künstlerin zeichnet jeweils vor dem Malen einen genauen Plan und teilt das Objekt ein – ausser es entsteht ab und zu ein Phantasiemuster. Rothens Malthemen hängen von der jeweiligen Periode ab. Während einer bestimmten Zeit waren beispielsweise Blumen im Vordergrund. Dann war sie von Herzchen oder andern Formen beeindruckt.

Ihr Atelier in Bergdietikon hat sie sehr gut eingerichtet. Sie gibt Kurse im Glasmalen und in der Fusing-Technik. Da werden verschiedene Glasschichten aneinander und übereinander gelegt. Mit 800 Grad werden sie geschmolzen. Bei diesem Prozess laufen sie ineinander über und werden so miteinander verbunden. «Bei dieser Technik steht die Komposition von Formen und Farben im Vordergrund», erzählt die Glaskünstlerin, «für mich ist es daher recht interessant so zu experimentieren.» Für Nelly Rothen ist das kreative Schaffen ein willkommener Ausgleich zum doch eher trockenen Büroalltag.