Hellorange mit dunklen Blütenenden, weiss mit leicht rosaroter Färbung oder klassisch rot: Rosen in allen Farbvariationen sind am Valentinstag der Renner schlechthin. Im Lager hinter dem Blumenladen Leuenberger stehen Hunderte in riesigen Blumentöpfen bereit zur Auslieferung. Rund 600 Stück hat Peter Kern, Inhaber des Blumenladens Leuenberger in Dietikon, für den Tag der Liebe bestellt. Der Grossteil des süsslich duftenden Blumenmeers ist bereits verkauft. Heute werden die Rosen zu schönen Sträussen gebunden in Dutzende Limmattaler Haushalte geliefert, um dort zahlreiche Herzensdamen zu überraschen.

Mühsam: anonyme Rosenkavaliere

Ist es nicht schon fast eine Pflichtübung, am 14. Februar seiner Liebsten Blumen zu schenken? Kern verneint und schmunzelt. Er drucke jeweils die dazugehörigen Karten der Blumen-Bestellungen aus und könne sagen, dass immer sehr verliebte Texte dabei seien. «Schon zwei Wochen vor Valentinstag gehen bei uns Bestellungen ein», sagt er. Das zeige, dass viele Männer ihre Blumen von Herzen schenken.

Es gebe sogar besonders romantische Rosenkavaliere, die ihrer Angebeteten anonym einen blumigen Liebesgruss schicken. «Für uns als Blumenladen ist das aber ziemlich mühsam, da die Beschenkten am nächsten Tag den Absender erfahren wollen.» Natürlich gebe er aber keinen Namen heraus, sagt Kern und zwinkert.

Entgegen allen Vermutungen verschenkt der Blumenladeninhaber selbst am Valentinstag keine Blumen. Es sei nicht so, dass er den 14. Februar nicht möge. Im Gegenteil. «Doch wenn ich abends nach Hause komme, habe ich einfach genug vom Tag der Liebe und falle müde ins Bett.» Schon zwei Tage vor dem Valentinstag würden er und sein Team um halb fünf Uhr aufstehen Blumen anspitzen. Das gebe mehr Arbeit als der ganze Rest. Das Binden von Sträussen und füllen von Gestecken gehe einiges schneller.

Alles, nur keine gelben Blumen

Für alle, die am Valentinstag keine Rosen verschenken möchten, empfiehlt Kern Blumen mit lieblichem Aussehen in zarten Pastellfarben. Heute sei ausserdem auch die ideale Gelegenheit, einer netten Arbeitskollegin einen Strauss zu schenken. «Es ist nicht nur der Tag der Liebe, sondern auch der der Freundschaft», so Kern.