Eine Baustelle hat in Birmensdorf wütende Eltern auf den Plan gerufen. Die Arbeiten an der Mittelinsel blockieren den Fussgängerstreifen an der Zürcherstrasse, den die Kinder aus den Quartieren Sternen, Haslen und Stöcklen jeden Morgen auf ihrem Schulweg zur Busstation überqueren. In einem Schreiben an die Gemeinde beschwert die Interessengemeinschaft Sternen, Haslen und Stöcklen (IG SHS) sich über die «Gefährdung der Kinder» und kritisiert, dass man bei der Baustelle keine Massnahmen getroffen hätte, um den Kindern ein sicheres Überqueren der Strasse zu ermöglichen.

Gemeindeschreiber Angelo Umberg beschwichtigt. Die Zuständigkeit der Baustelle liege beim Kanton und die Arbeiten entsprächen dem normalen kantonalen Vorgehen. «Die Baustelle wird bis Mittwochabend fertiggestellt sein und hält alle Sicherheitsstandards ein», so Umberg weiter. Ausserdem seien die Bewohner im Quartier vorzeitig über die Baustelle informiert worden.

Die umstrittene Baustelle ist das neuste Kapitel in der Diskussion um einen sicheren Schulweg. Seit im Dezember die Quartierbushaltestelle aufgehoben wurde, müssen die Kinder jeweils am Morgen die vielbefahrene Zürcherstrasse überqueren um zur Busstation zu gelangen. Die IG SHS fordert seither von Schulpflege und Gemeinde weitere Massnahmen, um die Sicherheit der Kinder zu verbessern. Schulpflegepräsident Ernst Brand (SVP) nahm die Forderung der Interessengemeinschaft auf. Eine Prüfung des Schulwegs mit herbeigezogenen Sicherheitsexperten habe jedoch ergeben, dass der Weg als sicher eingestuft wurde, sagte er am dienstag der Limmattaler Zeitung.