Hundebiss
Bissiges „Mäuschen“: Limmattaler Hundehalterin verurteilt

Alter schützt vor Strafe nicht. Dies musste nun auch eine Seniorin aus dem Limmattal erfahren. Ihr Pudel hatte sich gegenüber einem Restaurantgast nicht wie ein Schosshündchen benommen.

Attila Szenogrady
Merken
Drucken
Teilen
Flauschiges Äusseres, scharfe Zähnchen (Symbolbild).

Flauschiges Äusseres, scharfe Zähnchen (Symbolbild).

Keystone

Die 79-jährige wurde kürzlich vom Staathalteramt Zürich-Limmat wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie Widerhandlung gegen das Hundegesetz nicht nur zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 90 Franken, also 2 700 Franken, sondern auch zu einer Busse von 500 Franken verurteilt.

Tatort war ein Zürcher Restaurant an der Grenze zu Oberengstringen. Dieses suchte die Rentnerin am 5. Juni 2014 nachmittags in Begleitung ihres Zwergpudels namens „Topolino“ (italienisch „Mäuschen“) auf. Worauf die Dame ihren Vierbeiner zwischen zwei Stühlen anleinte. Offenbar viel zu lasch. Als ein Gast das Lokal verlassen wollte, riss sich „Topolino“ plötzlich los und biss dem Schweizer in den rechten Unterschenkel. Da der Geschädigte eine blutende Wunde erlitt, kam gegen das Frauchen von „Topolino“ ein Strafverfahren ins Rollen. Das Urteil ist laut Satsstanwaltschaft rechtskräftig.