Dietikon

Bis zu 13 Kandidierende kämpfen um 7 Stadtratssitze

Stadthaus Dietikon

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Auch AL und DP wollen einen Sitz im Dietiker Stadtrat ergattern – die GLP steigt nun definitiv nicht ins Rennen ein. Für die AL wird sich Präsident Ernst Joss höchst wahrscheinlich selber zur Verfügung stellen. Jedoch nur unter einer Bedingung.

Bereits stehen elf Kandidaten bereit für den Kampf um die sieben Dietiker Stadtratssitze. Doch es könnten noch mehr dazukommen: Noch fünf Wochen haben potenzielle Stadtratskandidaten Zeit, um sich für die Wahl vom 9. Februar 2014 offiziell anzumelden. Am 25. Oktober wird die Stadt Dietikon die Wahlanordnung in den amtlichen Anzeigen publizieren; die Frist läuft bis zum 22. November.

Elf Kandidaten stehen schon fest

Bereits jetzt ist klar, dass von den bisherigen Stadträten sechs wieder antreten werden: Stadtpräsident Otto Müller (FDP), Jean-Pierre Balbiani (SVP), Roger Brunner (SVP), Esther Tonini (SP), Rolf Schaeren (CVP) und Heinz Illi (EVP). Nicht mehr kandidieren wird Johannes Felber (CVP). Neu in die Exekutive wollen Roger Bachmann (SVP), Sven Koller (SP), Peter Wettler (SP), Reto Siegrist (CVP) und Lucas Neff (GP).

Der AL-Präsident will

Auch die AL hat schon vor einiger Zeit bekannt gegeben, sie beabsichtige, einen Kandidaten aufzustellen. Bisher wurden jedoch weder Namen genannt noch eine offizielle Nomination vorgenommen.

Doch jetzt lässt AL-Präsident und Gemeinderat Ernst Joss die Katze aus dem Sack: Er selber sei bereit, zu kandidieren – unter einer Bedingung. «Ich stelle mich nur zur Verfügung, wenn mich die SP unterstützt», sagt Joss, der betont, es seien bei der AL auch noch andere Kandidaten im Gespräch. Die Sozialdemokraten wollen aber erst Ende Monat entscheiden, ob sie eine Allianz mit der Alternativen Liste eingehen.

Für Joss ist klar, dass diese Art der Unterstützung, bei der sich die Stadtratskandidierenden auf Plakaten und Werbematerial gegenseitig empfehlen, viel Sinn machen würde. Denn beide Parteien haben bereits erklärt, der bürgerlichen Dominanz im Stadtrat – heute sind sechs von sieben Exekutivmitgliedern bürgerlich – sei ein Ende zu setzen. «Der aktuelle Stadtrat hat unglaublich versagt», so Joss. Konsequenterweise müsse die linke Seite nun auch mit vier Kandidierenden antreten, um zu zeigen, dass man bereit sei, selber Verantwortung zu übernehmen.

Eine Unterstützung des grünen Kandidaten kann sich Joss hingegen nur schwer vorstellen. Das ist jedoch weniger eine Partei- als eine Personenfrage: Ihm sei der Stadtratskandidat der Grünen, Lucas Neff, zu bürgerlich, sagt Joss.

Eine weitere Stadtratskandidatur könnte von der Demokratischen Partei kommen. «Die Chancen stehen gut», sagt Präsident Martin Müller auf Anfrage. Grundsätzlich sei der Entscheid gefallen, jedoch müssten auch noch «gewisse Nebenbedingungen» stimmen. «Es macht natürlich keinen Sinn, für den Stadtrat zu kandidieren, wenn man keine Gemeinderatsliste hat», sagt Müller. Zwar sehe es auch für die Liste – die ebenfalls bis zum 22. November stehen muss – gut aus. Alle Zusagen habe er aber noch nicht, so Müller.

GLP mit Liste, BDP nicht

Definitiv nicht ins Rennen um die Stadtratssitze einsteigen wird die GLP, wie Präsident Clemens Schroeder bestätigt. Man habe zurzeit keinen Kandidaten, der genug Zeit für das Amt eines Stadtrates zur Verfügung stellen könnte. Man werde aber auf jeden Fall mit einer Gemeinderatsliste antreten.

Keine Dietiker Gemeinderatsliste zusammenstellen wird «aus heutiger Sicht» die BDP, wie Maja Ziörjen, Vorstandsmitglied der kantonalen BDP, auf Anfrage sagt. Man sei noch in anderen Bezirken aktiv und müsse die Ressourcen bündeln.

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