Bezirk Dietikon
Bis jetzt wurde noch kein Hundehalter gebüsst

Seit September 2010 können Hundebesitzer für das Nichteinhalten des Hundekurs-Obligatoriums belangt werden. Im Limmattal wurden in den vergangenen neun Monaten noch keine Bussen verteilt.

Fabian Korn
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Erika Maibach hält das neue Obligatorium keinesfalls für sinnlos PWE Erika Maibach hält das neue Obligatorium keines Falls für sinnlos PWE

Erika Maibach hält das neue Obligatorium keinesfalls für sinnlos PWE Erika Maibach hält das neue Obligatorium keines Falls für sinnlos PWE

Limmattaler Zeitung

Mit dem neuen Hundegesetz, das vor rund zweieinhalb Jahren in Kraft gesetzt wurde, ist jeder Hundehalter beim Erwerb eines Hundes verpflichtet, innert eines Jahres einen Kurs von mindestens viermal einer respektive zweimal zwei Stunden zu absolvieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob er den ersten oder den zehnten Hund angeschafft hat. Sofern es für den Halter jedoch der erste ist, muss vor dem Kauf zusätzlich ein vierstündiger Theoriekurs besucht werden.

In Zürich, aber nicht in Dietikon

Bereits seit dem 1.September 2008 ist dieses Gesetz in Kraft, erst seit September vergangenen Jahres können jedoch Hundehalter auch zur Kasse gebeten werden, wenn sie die erforderten Kurse nicht besuchen.

Wurde im Bezirk Zürich bereits eine Busse von 500 Franken ausgesprochen, sind im Bezirk Dietikon laut Statthalter Adrian Leimgrübler noch keine verteilt worden. Persönlich fände er das neue Obligatorium gut, sei sich aber nicht sicher, ob solch ein Kurs auch mit dem «harmlosesten Hund» nötig oder sinnvoll sei. «Eine Differenzierung, beispielsweise nach Rasse, wäre da aber schwierig», sagt Leimgrübler.

Zusätzliche Kurse in Zürich

Erika Maibach, Hundetrainerin von «Umgangshund» in Unterengstringen, hält das Obligatorium für sehr sinnvoll. «Viele unterschätzen die Aufgaben und vor allem den finanziellen und zeitlichen Aufwand, den ein Hund mit sich bringt», so Maibach. Gerade der Theoriekurs sei deshalb für diejenigen, welche ihren ersten Hund möchten, ebenso nützlich wie nötig: «Abklärungen und Informationen vor dem Kauf können nachträgliche Problemsituationen entschärfen oder gar eliminieren.»

Im Kanton Zürich ist der Sachkundenachweis, der mit dem Abschluss des Kurses erbracht wird, jedoch nicht genug, um einen Hund halten zu dürfen. Seit dem 1. Januar 2011 müssen Hunde «mit einer Schulterhöhe ab 45 Zentimetern sowie einem Gewicht von über 16 Kilogramm» ausserdem in die Welpenförderung, oder ab einem Alter von 17 Wochen in den Junghundekurs. In den ersten 18 Lebensmonaten muss anschliessend der Erziehungskurs während 10 Lektionen respektive 20 bei nicht Besuchen des Junghundekurses, absolviert werden. «Dies muss aber je nach Fall individuell angeschaut werden», erklärt Susi Lei von der Zürcher Sektion der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft.