Heute Abend entscheidet die Birmensdorfer Gemeindeversammlung über die Jahresrechnung 2010. Sie schliesst bei der politischen Gemeinde Birmensdorf mit einem Ertragsüberschuss von 0,5 Millionen Franken. Auf den ersten Blick schneidet die Gemeinde damit um rund 2,9 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Wesentlich dazu beigetragen hat allerdings der eigentlich schon im Jahr 2009 geplante Verkauf des Grundstücks Bachstrasse an die Genossenschaft Alterszentrum am Bach. Er konnte jedoch erst letztes Jahr erfolgen, wie der Gemeinderat in seiner Mitteilung erwähnt. Somit weise die Rechnung 2010 eine effektive Verbesserung von 1,1 Millionen Franken auf.

Höherer Staatssteuerertrag

Diese lasse sich mehrheitlich durch höhere Steuererträge begründen. Der im Voranschlag budgetierte einfache Staatssteuerertrag von 14,8 Millionen Franken wurde um 0,7 Millionen Franken übertroffen.

Die Aufwandseite habe sich wie schon in den letzten Jahren als gut budgetiert erwiesen. «Die Vorgaben konnten dank guter Budgetdisziplin mehrheitlich eingehalten werden», heisst es weiter in der Mitteilung.

Mehraufwand für Gesundheit

Erwähnenswert seien insbesondere die tieferen Beiträge mit Zweckbindung (Sozialhilfe, Zusatzleistungen AHV/IV, Spitäler). Die Nettoausgaben für soziale Wohlfahrt seien gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und auch gesamthaft gesehen unter dem Budgetwert. Im Gesundheitswesen summiere sich der Mehraufwand hingegen auf 0,2 Millionen Franken.

Die getätigten Nettoinvestitionen belaufen sich auf 6,7 Millionen Franken. Davon entfallen laut Mitteilung 5,7 Millionen Franken auf den Steuerhaushalt und 1,0 Millionen Franken auf die gebührenfinanzierten Bereiche Wasser und Abwasser.

Selbstfinanzierung «ungenügend»

Zusammen mit dem Cashflow von 3,4 Millionen Franken und der Veräusserung im Finanzvermögen resultiere ein weiterer Abbau der Substanz. Die Selbstfinanzierung bleibe mit 51 Prozent weiterhin «ungenügend».

Den Ertragsüberschuss der Laufenden Rechnung weist die Gemeinde dem Eigenkapital zu. Die Eigenkapitalbasis erhöhe sich dadurch auf 18,6 Millionen Franken. Das Nettovermögen betrage 11,3 Millionen Franken.

Schule profitierte mit

Auch die Primarschule und die Sekundarschule profitierten vom verbesserten Ertrag aus den Gemeindesteuern. Bei der Primarschule resultiert ein Ertragsüberschuss von 0,7 Millionen Franken. Gegenüber dem Budget bedeutet dies eine Verbesserung von 1,0 Millionen Franken.

Bei der Sekundarschule präsentiert sich die Rechnung wie auch schon im Vorjahr ausgeglichen. Aber auch hier zeigt sich ein um 0,3 Millionen Franken besseres Ergebnis als im Budget 2010 vorgesehen. (mts)