Abstimmung

Birmensdorf sagt Ja zum 9-Millionen-Kredit für Schulhaus Reppisch

Das Schulhaus Reppisch soll für 9 Millionen Franken saniert werden.  Alex Spichale

Das Schulhaus Reppisch soll für 9 Millionen Franken saniert werden. Alex Spichale

Das Stimmvolk hat gesprochen. Es will das Schulhaus Reppisch für rund neun Millionen Franken sanieren lassen. Diese Arbeiten seien dringend notwendig und hätten schon vor 20 Jahren ausgeführt werden müssen, hiess es vonseiten der Primarschulpflege.

Deren Präsident Ernst Brand (SVP) war erleichtert, dass das Stimmvolk ihm den Rücken stärkte. «Ich erachte dieses deutliche Resultat als Vertrauensbeweis der Bevölkerung an die Schulpflege», sagt er auf Anfrage. Auch wenn es im Vorfeld zu keinem richtigen Abstimmungskampf mit einer grossen Gegnerschaft des Kredits gekommen sei. «Geht es um einen solch hohen Betrag, ist die Abstimmung nie ein Selbstläufer», sagt er.

Für die Sanierung sprachen sich 967 Birmensdorferinnen und Birmensdorfer aus. 551 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren gegen diesen Kredit. Dies entspricht einem prozentualen Ja-Stimmen-Anteil von knapp 64 Prozent. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 39 Prozent.

Vergangene Woche wurde der Abstimmungskampf noch mal spannend. Denn der Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) kündigte im Gemeindeblatt eine Intervention gegen den kantonalen Denkmalschutz an. Knecht verkündete, der Kanton wolle das Schulhaus ins Inventar der schützenswerten Bauten mit überkommunaler Bedeutung aufnehmen.

Für die Gemeinde könnte dies, laut Knecht, teuer zu stehen kommen. Dies, weil die Schulraumplanung so eingeschränkt werde. Für Brand hätte dies durchaus negative Auswirkungen auf das Abstimmungsergebnis haben können. «Es hätte mich nicht überrascht, wenn wir verloren hätten.»

Hervorragend bemessene Zimmer

So habe die Birmensdorfer Bevölkerung aus der Sicht Brands richtig entschieden, da die nun bewilligten Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem kantonalen Denkmalschutz erarbeitet wurden. «Aus diesem Grund wird das Amt viel eher auf eine Unterschutzstellung verzichten und uns so künftig eine grössere Flexibilität ermöglichen. Zudem sind die Unterrichtszimmer auch für den heutigen Standard hervorragend bemessen», so Brand.

Geplant ist, dass der Trakt A, B und das Untergeschoss des Traktes C des Schulhauses auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. In einen kleinen Putzraum soll ein Lift eingebaut werden, der ins Untergeschoss führt. Dort hat es neue WC-Anlagen sowie eine Verbindung zum Trakt C, wo ein WC barrierefrei umgebaut werden soll.

Das Lehrerzimmer soll eine neue Teeküche erhalten. Im Trakt C verbindet künftig eine Doppeltür zwei Klassenzimmer, die deswegen neu als Kindergarten-Unterrichtszimmer genutzt werden können. Das Furalblechdach wie auch das Glas bei sämtlichen Fenstern soll ersetzt werden. Die Fassade erhält darüber hinaus einen neuen Verputz.

Baustart im Frühling 2020

«Wir sind mit der Planung schon sehr weit fortgeschritten und müssen nun noch wenige Details abklären», sagt Brand zum weiteren Vorgehen. In den kommenden Tagen werden die Baueingabe erfolgen. Ist diese erteilt, folgt die Vergabe der verschiedenen Arbeiten.

Wann genau mit den Arbeiten begonnen werden kann und ob sie etappiert oder auf einmal ausgeführt werden, ist noch nicht sicher. «Wahrscheinlich wird es Frühling 2020, bis wir loslegen können», so Brand. Die reine Ferienzeit reiche für die Totalsanierung nicht aus. Daher müssten sämtliche Klassen des Schulhauses Reppisch auf andere Schulhäuser der Primarschule verteilt werden.

Erschwerend komme aber hinzu, dass für das kommende Schuljahr zwei zusätzliche Schulklassen dazukommen werden. Dies, weil der Aufwärtstrend bei den Schülerzahlen nicht abbrechen will. «Aus diesem Grund könnte der Platz in den bestehenden Schulhäusern während der Umbauphase sehr knapp werden.

Derzeit klären wir ab, ob wir zwei Unterrichtscontainer brauchen, in denen ein Teil der Reppisch-Schüler während der Bauarbeiten unterrichtet werden kann», so Brand.

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