Birmensdorf
Steuerbare Fenster, Wärmeisolationen und interaktive Wandtafeln: So sollen die Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 fit für die Zukunft werden

Die Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 der Sekundarschule Birmensdorf-Aesch entsprechen hinsichtlich Technik und Sicherheit nicht mehr den aktuellen Standards. Die Sanierung sei «bitternötig», sagte die Präsidentin der Sekundarschulpflege, Isabelle Carson, am Donnerstag an einer Informationsveranstaltung.

Sven Hoti
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Für die Sanierung der beiden Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 rechnet die Schulpflege mit Kosten von 14,5 Millionen Franken.

Für die Sanierung der beiden Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 rechnet die Schulpflege mit Kosten von 14,5 Millionen Franken.

Bild: Sandra Ardizzone (14. Februar 2018)

Am 13. Juni stimmen die Stimmberechtigten von Birmensdorf und Aesch über einen Baukredit von 14,5 Millionen Franken für die Sanierung der Sekundarschulanlagen Brüelmatt 1 und 2 in Birmensdorf ab. Am Donnerstagabend luden die Verantwortlichen deshalb zu einem Informationsanlass, um noch einmal für ihr Anliegen zu werben.

Die Präsidentin der Sekundarschulpflege Birmensdorf-Aesch, Isabelle Carson, eröffnete die Veranstaltung im Gemeindezentrum Brüelmatt mit einer Bemerkung, die im Grunde bereits den Kern des Projekts umschrieb: «Wir können Ihnen leider keine schönen Bilder zeigen, denn wir bauen nichts Neues.» Es werde nur Bestehendes saniert. «Es ist aber ein bitternötiges Projekt, das wir mit Freude an die Hand nehmen.»

Brüelmatt 1 ist in schlechtem Zustand

Besonderen Handlungsbedarf sehen die Verantwortlichen beim Brüelmatt 1. Das Gebäude sei in einem schlechten Zustand, heisst es basierend auf einer Analyse von Architekten und Fachplanern in einem Bericht der Schulpflege. Undichte Fenster, ein tropfendes Dach, veraltete Elektronik: Die Mängelliste des rund 43-jährigen Gebäudes ist lang. Es erfülle die aktuellen Sicherheitsstandards, etwa bezüglich der Erdbebensicherheit, nicht mehr. Entsprechend machen die Sanierungskosten für das Brüelmatt 1 den grössten Teil des Baukredits aus: Auf 12,53 Millionen Franken beläuft sich der Kostenvoranschlag.

Den Hauptbestandteil der Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Brüelmatt 1 machen der Ersatz der Metall-Glass-Fassade und die Sanierung der Flachdächer inklusive der Verbesserung der Dämmung aus. Im Zuge der Arbeiten sollen auch das Sanitärleitungsnetz und die Elektroinstallationen ersetzt werden.

Beim 25-jährigen Brüelmatt 2 beschränken sich die Sanierungsarbeiten auf den Ersatz der Elektroinstallationen. Zudem soll es «kleine» Änderungen in der Anordnung der Räume geben und ein zusätzlicher Ausgang in den Garten geschaffen werden. Der Kostenvoranschlag beträgt 3,13 Millionen Franken.

Gesamtkosten sind eine Million Franken höher als erwartet

Die Schulanlagen Brüelmatt 1 und 2 sollen zudem auf den neusten Stand der Technik und Sicherheit gebracht werden. Sämtliche Beleuchtungen werden mit neuer LED-Technik ausgerüstet, die Fenster erhalten eine tageslichtabhängige Steuerung und einen automatisierten Sonnenschutz. In den Klassenzimmern werden interaktive Wandtafeln installiert. Die bestehenden Uhren- und Gonganlagen werden ersetzt und wo notwendig erweitert. Die Sanierungsarbeiten sollen die Gebäude für die nächsten 30 bis 40 Jahre ertüchtigen.

Die Schulpflege rechnet mit Gesamtkosten von 15,66 Millionen Franken für die beiden Schulanlagen. Abzüglich des bereits im Herbst 2020 gewährten Projektierungskredits von 1,16 Millionen Franken für die Analyse der Gebäude beträgt der beantragte Objektkredit noch 14,5 Millionen Franken. Das ist eine Million mehr, als eine «rudimentäre» Analyse aus dem Jahr 2014 ergeben hatte. Die Schulpflege begründet dies mit dem damaligen Unwissen um den Zustand der beiden Gebäude und den Rahmenbedingungen rund um die Denkmalpflege, den Erdbebenschutz und weiteren Faktoren, die im 2014 nicht ermittelt worden seien.

Die beiden Gebäude sollen 2024 bezogen werden

Die Sanierungsarbeiten an der Schulanlage Brüelmatt 1 sollen im Juli 2022 starten – sofern die Stimmberechtigten den Kredit an der Urne gutheissen. Brüelmatt 2 soll dann im Februar 2024 folgen. Bezugsbereit wären die beiden Gebäude im Januar 2024 respektive August 2024. Während der Sanierung von Brüelmatt 1 soll ein Provisorium bezogen werden. Ob ein solches auch für Brüelmatt 2 nötig werde, sei noch unklar, hiess es an der Informationsveranstaltung.

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