Birmensdorf
Kein Solarstrom direkt vom Dach – obwohl der Waffenplatz genügend freie Fläche hätte

Noch sind keine Fotovoltaikanlagen auf den Dächern beim Waffenplatz Zürich-Reppischtal installiert. Das könnte sich ändern.

Sharleen Wüest
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Die Dächer vom Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf hätten noch viel freien Platz.

Die Dächer vom Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf hätten noch viel freien Platz.

zvg

Wo immer möglich ist zurzeit Energiesparen angesagt – und auch die Produktion von erneuerbarem Strom ist hoch im Kurs. Entsprechend beliebt sind Fotovoltaikanlagen. So setzen zum Beispiel auch die Dietiker Firmen Lyreco und Walo Bertschinger auf Sonnenstrom.

Auch Dächer von militärischen Gebäuden bieten viel Platz. Davon macht auch die Armee auf dem Waffenplatz in Brugg Gebrauch. Mit ihren Fotovoltaikanlagen produziert sie dort 180 Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr, was dem Strombedarf von rund 40 Schweizer Haushalten entspricht. Aktuell läuft dort eine Machbarkeitsstudie: Ab 2025 sollen auf dem Waffenplatz Brugg noch mehr Dächer mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet werden, um künftig 1480 MWh respektive Strom für 320 Haushalte zu produzieren, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

Reparaturen stehen an

Doch wie sieht es auf dem 301 Hektaren grossen Waffenplatz Zürich-Reppischtal mit der Kaserne in Birmensdorf aus? Der Platz gehört dem Kanton Zürich. Ein Augenschein zeigt, dass die Dächer der Kaserne und der Ausbildungsanlagen zurzeit leer stehen. Diesen Eindruck bestätigt die kantonale Baudirektion auf Anfrage: «Auf den Gebäuden des Waffenplatzes Reppischtal gibt es aktuell keine Fotovoltaik-Anlagen», schreibt Markus Pfanner, der Sprecher der Baudirektion. Das könnte sich aber noch ändern.

Denn in den kommenden Jahren müssen einige Reparaturen vorgenommen werden. Pfanner erwähnt zum Beispiel die Nasszellen sowie Leitungen und Flachdächer. Deshalb müsse zurzeit abgeklärt werden, in welchem Zustand sich die Kasernengebäude befinden. Dies in Bezug auf energetische und bautechnische Aspekte.

Mögliche Massnahmen werden geprüft

«Zusätzlich wird das Nachhaltigkeitspotenzial analysiert», schreibt Pfanner. Erst nach den Abklärungen könne eine Machbarkeitsstudie für den Waffenplatz, welcher vor 35 Jahren eingeweiht wurde, durchgeführt werden. So sollen mögliche Massnahmen und das weitere Vorgehen definiert werden. Ein konkretes Projekt werde erst nach all diesen Schritten ausgearbeitet und nur, wenn auch Bedarf besteht. Pfanner schreibt: «In diesem Zusammenhang wird auch die Realisation von Fotovoltaik-Anlagen geprüft werden.»