Birmensdorf
Gemeinderat stellt neues Entwicklungskonzept vor – Bevölkerung darf sich auf weitere Bautätigkeiten einstellen

In Birmensdorf wird überall gebaut. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen.

Lukas Elser
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Birmensdorf wird verbaut. Baustelle bei der Kreuzung Urdorfer- und Zürcherstrasse.

Birmensdorf wird verbaut. Baustelle bei der Kreuzung Urdorfer- und Zürcherstrasse.

Lukas Elser

Die Gemeinde Birmensdorf überarbeitet derzeit ihre Ortsplanung. Per Gesetz müssen Gemeinden alle 15 Jahre ihre Planungsinstrumente überprüfen. Die letzte grössere Ortsplanungsrevision fand im Jahr 2007 statt. Dies teilt der Gemeinderat derzeit auf seiner Website mit.

Aus diesem Grund hat der Gemeinderat im Februar einen Kredit in der Höhe von 97'500 Franken für die Erarbeitung eines räumlichen Entwicklungskonzepts bewilligt. Die erste Fassung davon präsentiert er der Bevölkerung nun an einem gemeinsamen Workshop.

Baustelle bei der Kreuzung Urdorfer- und Zürcherstrasse.

Baustelle bei der Kreuzung Urdorfer- und Zürcherstrasse.

Lukas Elser

Ein Entwicklungskonzept ist nicht verbindlich, es dient lediglich als Grundlage für die Revision der Richt- und Nutzungsplanung. Erst diese Instrumente sind verbindlich.

Wo kann noch gebaut werden?

Wesentlicher Bestandteil des gemeinderätlichen Konzepts ist ein Plan, der aufzeigt, wo noch gebaut und verdichtet werden kann. Er weist vor allem bei den Siedlungsrändern Verdichtungs- respektive Entwicklungspotenzial nach. Gemäss Plan kann aber auch aus dem Zentrum punktuell mehr Wohnraum herausgeholt werden. Die Birmensdorferinnen und Birmensdorfer dürfen sich also darauf einstellen, dass die Bautätigkeiten in ihrer Gemeinde noch nicht abgeschlossen sind.

Auszug aus Plan zum Entwicklungskonzept. Blau: Gebiete mit Verdichtungspotenzial. Orange: Entwicklungsschwerpunkte (Planung bereits erfolgt / in Arbeit). Gelb: Entwicklungsschwerpunkte (noch keine Entwicklungsabsichten bekannt). Schwarz: Reservegebiete. Rot: Gebiet mit hoher baulicher Dichte.

Auszug aus Plan zum Entwicklungskonzept. Blau: Gebiete mit Verdichtungspotenzial. Orange: Entwicklungsschwerpunkte (Planung bereits erfolgt / in Arbeit). Gelb: Entwicklungsschwerpunkte (noch keine Entwicklungsabsichten bekannt). Schwarz: Reservegebiete. Rot: Gebiet mit hoher baulicher Dichte.

zvg

Derzeit wird im Norden (Ämet) eine grössere Siedlung gebaut. Insgesamt sollen hier fast 200 neue Wohnungen entstehen. Auch im Südwesten werden voraussichtlich bald die Bagger auffahren. Die Milchbuck Baugenossenschaft will dort ihre Überbauung Lettenmatt komplett erneuern. Die vermietbare Fläche steigt damit von 5000 Quadratmeter auf 8500 Quadratmeter.

Der Bericht des Gemeinderats weist zudem auf einen weiteren «Entwicklungsschwerpunkt» hin. Er befindet sich mitten im Zentrum. Der Gemeinderat schreibt:

«Das Postareal ist aktuell unternutzt und weist eine alte Bausubstanz auf.»
Das Postareal im Zentrum von Birmensdorf.

Das Postareal im Zentrum von Birmensdorf.

zvg

Wie es im Konzeptpapier heisst, möchte der Gemeinderat, dass sich das Postareal künftig «als Einkaufs-, Dienstleistungs- und Begegnungsraum im Zentrum der Gemeinde Birmensdorf etabliert». Er wünscht sich hier einen Ort, der das Zentrum mit zusätzlichen Läden, modernen Wohnungen und Begegnungsflächen belebt.

So etwa stellt sich der Gemeinderat das neue Postareal vor. Die Visualisierung zeigt ein Bauprojekt im Oberdorf von Stetten.

So etwa stellt sich der Gemeinderat das neue Postareal vor. Die Visualisierung zeigt ein Bauprojekt im Oberdorf von Stetten.

zvg / schneiderund schneider.ch

Seine Pläne begründet der Gemeinderat unter anderem mit dem starken Bevölkerungswachstum der Gemeinde.

Der Workshop findet am Samstag, 30. Oktober, statt. Es ist eine Anmeldung erforderlich, und zwar bis am 15. Oktober via gemeinde@birmensdorf.ch oder unter 044 739 12 10.

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