Gemeinderating
Birmensdorf ist die attraktivste Gemeinde im Bezirk Dietikon

Auf Birmensdorf ist Verlass: Wie schon im Vorjahr landete die Gemeinde in den Top 100 eines landesweiten Ratings – die einzige aus dem Limmattal. Frühere Aufsteiger wie Oetwil oder Unterengstringen konnten nicht mithalten.

Daniel Diriwächter
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Von den Gemeinden im Limmattal ist Birmensdorf am attraktivsten: Hier die Zürcherstrasse mit gepflästertem Mittelstreifen.

Von den Gemeinden im Limmattal ist Birmensdorf am attraktivsten: Hier die Zürcherstrasse mit gepflästertem Mittelstreifen.

AZ

Die „Sonnenseite des Üetlibergs“ hat allen Grund zum Strahlen: Birmensdorf ist die „attraktivste“ Gemeinde des Limmattals – und Retterin der hiesigen Ehre: Mit dem respektablen Platz 70 (im Vorjahr 83) verhalf sie dem Bezirk Dietikon als einzige zu einer Notierung in den Top 100. Verflogen der Triumph des letzten Jahres, als gleich vier Gemeinden mit guten Platzierungen punkten konnten. Damals waren weniger Kriterien ausschlaggebend – 2015 wurde genauer hingeschaut.

Die Zürcher Beratungsfirma für Immobilien- und Standortfragen IAZI hat ihr jüngstes Rating im Auftrag der „Weltwoche“ um zusätzliche Daten ergänzt, so dass sich die Liste zum Vorjahr wesentlich unterscheidet. Insgesamt wurden 921 Schweizer Gemeinden genauer unter die Lupe genommen; 40 Kriterien aus öffentlichen Statistiken wurden in neun Gruppen unterteilt, darunter beim Arbeitsmarkt, Schulen und Bildung oder Mobilität und Verkehr. In dieser Kategorie liegt Birmensdorf mit Rang 50 weit vorne. Ebenso was die Steuerbelastung anbelangt (Platz 82). In kultureller Hinsicht ist der Platz 120 beachtlich. Die Sicherheit hingegen überzeugt nicht wirklich - Rang 821 ist das Resultat.

Noch immer in der komfortablen Mittelzone

Die Gemeinde Unterengstringen, die Aufsteigerin vom letzten Jahr, musste gehörig Federn lassen. Von Platz 35 rutschte sie auf 287. Dort gab es verhaltene Punkte in der Sicherheit (Rang 780), Arbeitsmarkt (Rang 506) sowie der Bevölkerungsstruktur (auch Rang 506). Oetwil, die Limmattaler Gewinnerin vor zwei Jahren (Rang 48), findet sich ebenfalls „nur“ noch auf Platz 261. Ihr grösstes Plus ist die attraktive Steuerbelastung (Platz 58), schwach ist sie in der medizinischen Versorgung (Platz 901).

Andere Gemeinden im Bezirk Dietikon schlugen sich wacker: Schlieren belegt allgemein Rang 170 und ein toller Platz 9 bei Mobilität und Verkehr. Geroldswil folgt auf Platz 187, auf 195 Uitikon und schliesslich auf Platz 200 Dietikon. Die Stadt holte ansehnliche Punkte, wäre da nicht die Sicherheit sowie der Arbeitsmarkt, die Dietikon im Ranking runterziehen. Die Weltwoche zählt die Stadt auch zu den fünf Orten, an denen landesweit die meisten Sozialhilfeempfänger leben.

Uetikon am See auf Platz 1

Weitere „Schlusslichter“ der Region – aber im schweizweiten Vergleich noch immer in komfortabler Mittelzone - sind Bergdietikon (Rang 251), Urdorf (Rang 308), Oberengstringen (Rang 369) und Weiningen (Rang 548). Aesch taucht im Rating nicht auf, da die Einwohnerzahl unter 2000 liegt. Weit abgeschlagen ein guter Nachbar: Spreitenbach belegt Platz 787. Hier half auch der zweite Teil der Studie nicht weiter, nämlich die Dynamik, welche die Entwicklung der Kennzahlen über längere Zeit ermittelt, um in der Liste zu punkten.

Landesweit die attraktivste Gemeinde ist laut der „Weltwoche“ Uetikon am See – sie konnte in allen Bewertungskriterien brillieren. Zürich folgt auf dem 15. und Winterthur auf dem 26. Platz. Auf dem 921. und somit letzten Platz landete Val-de-Travers im Neuenburger Jura.