Birmensdorf
Er setzt auf tibetische Spezialitäten und klassische Badi-Gerichte

Geduen Sakutshang ist der neue Pächter des Restaurants in der Badi Geren. Mit ihm hat die Gemeinde einen erfahrenen Gastronomen gefunden.

Carmen Frei
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Geduen Sakutshang ist der neue Pächter des Restaurants in der Badi Geren. Er kann bereits auf viele Jahre Erfahrung in diesem Geschäft zurückblicken.
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Unter den Sonnenschirmen an den Bänken können Gäste des Freibads sowohl tibetische Spezialitäten als auch klassische Badi-Gerichte geniessen.
Von Frühlingsrollen über Currys bis hin zu Dim-Sum-Platten ist alles dabei.
Auch verschiedene andere Leckerbissen können die Gäste nach wie vor im Selbstbedienungsrestaurant kaufen.
Vom Restaurant aus hat man einen schönen Blick auf die Badi.
Auf den Bänken im Restaurant kann man es sich nach dem Schwimmen gemütlich machen.

Geduen Sakutshang ist der neue Pächter des Restaurants in der Badi Geren. Er kann bereits auf viele Jahre Erfahrung in diesem Geschäft zurückblicken.

Sandra Ardizzone

Geduen Sakutshang sitzt unter den Sonnenschirmen im Birmensdorfer Freibad Geren. Das dortige Restaurant ist einer von 16 Betrieben, die er betreibt. Weitere befinden sich unter anderem in Frei- und Hallenbäder in Wädenswil, Winterthur, Bülach oder Embrach. Auch in Bremgarten hatte er mit seinem Unternehmen Sakutshang GmbH bereits ein Restaurant in einem Freibad gepachtet. «Damals kamen viele Gäste aus Birmensdorf zu uns. Nun ist es umgekehrt», sagt der 53-Jährige.

Für die Saison 2021 hat Geduen Sakutshang die Pacht des Restaurants in der Birmensdorfer Badi übernommen. Zuvor war Dominic Stutz 2020 eingesprungen, nachdem Conny und Kai Heinritz coronabedingt nicht rechtzeitig für die Badesaison in die Schweiz einreisen konnten. Conny und Kai Heinritz hatten die Pacht des Badi-Restaurants ihrerseits im Jahr 2018 von Marlies Graf übernommen, die dieses zuvor 22 Jahre lang geführt hatte.

Er spezialisierte sich schon früh auf die Gastronomie in Freibädern

Geduen Sakutshang, der ursprünglich aus Tibet stammt, hat sich auf den Betrieb von Restaurants in Frei- und Hallenbädern spezialisiert. Er habe sich auf einen Bereich festlegen wollen, sagt der Absolvent der Hotelfachschule. In Winterthur bot sich ihm im Jahr 1998 erstmals die Möglichkeit, einen Restaurantbetrieb in einem Freibad zu übernehmen.

«Ich habe dann schnell gemerkt, dass es fast keine Gastro-Unternehmen in diesem Bereich gibt», sagt er. Es gebe viel Wechsel. Zudem erfordere ein Saisonbetrieb spezielle Konzepte.

«Wir haben in der Hotelfachschule gelernt, wie man Konzepte schreibt. Diese in die Praxis zu übertragen und ein florierendes Geschäft daraus zu machen, ist aber etwas ganz anderes»,

sagt er. Darin habe er in den letzten knapp 24 Jahren viel Erfahrung sammeln können.

Mittlerweile versuche er sich auch im Wintergeschäft und betreibe ein Restaurant in einer Eishalle. «Das ist ein ganz anderes Publikum», meint Sakutshang. Er habe auch immer wieder Angebote für die Führung von Hotels und regulären Restaurants erhalten, aber jedes Mal abgelehnt.

Mit seinen Lieferanten arbeitet er schon lange zusammen

Einer der Stärken seines Unternehmens sei die gute Zusammenarbeit mit den Zulieferern. «Sobald das Wetter kippt, passen wir die Bestellungen an», sagt er. Seine Lieferanten seien entsprechend flexibel.

Aber auch die Betriebe selbst müssen sich rasch auf die Nachfrage einstellen können. «Wir produzieren zentral und können auf den Tagesbedarf reagieren», erklärt er. Die Saucen für die Menus werden beispielsweise in der Zentrale in Bülach produziert, die Menus hingegen vor Ort zubereitet. Alle Restaurants des Unternehmens funktionieren auf dieselbe Weise.

Ein Familienbetrieb mit tibetischen Spezialitäten

Im Betrieb in Birmensdorf ist Sakutshangs Cousin Tenzin Baljor Geschäftsführer. Auch andere seiner Restaurants werden von seinen Verwandten geführt. Die Spezialität in Birmensdorf seien die Momos. Das sind tibetische Teigtaschen. Auch die Dim-Sum-Platte sei beliebt.

Neben vielen weiteren asiatischen Speisen werden im Restaurant aber auch klassische Badi-Menus wie Pommes und Chicken Nuggets angeboten. «Wenn die Kunden gewisse Gerichte wünschen, können wir die Menukarte auch ändern», sagt Sakutshang. Bei Sportveranstaltungen könnten sie das Angebot ebenfalls anpassen.

Die Sakutshang GmbH bietet auch Catering an. «Momentan ist das weniger gefragt. Aber sonst ist es ein grosses Geschäft», sagt er. Beim Catering bereitet Sakutshang die Speisen jeweils im nächstgelegenen Betrieb zu, um die Transportwege entsprechend kurz zu halten. Ein Anliegen, das ihm auch bei seinen Menus wichtig ist.

«Wir achten auf Swissness und auf Nachhaltigkeit»,

sagt Sakutshang. Das Mineralwasser komme beispielsweise aus Graubünden. Auch die Zutaten der angebotenen Speisen seien regional und saisonal. Und beim Fisch weiss Sakutshang genau, wo er gefangen wurde.

«In den letzten zwanzig bis dreissig Jahren kamen viel neu Produkte auf den Markt. Mit den verschiedenen Anlieferungswegen ist die Herkunft nun extrem undurchsichtig», findet er. Darum lege er Wert darauf, dass er die Zutaten seiner Menus genau zurückverfolgen könne.

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