Birmensdorf
Das letzte Mal strammstehen: 244 Armeeangehörige meldeten sich in der Kaserne Reppischtal feierlich ab

In Birmensdorf wurden am Freitag 244 Armeeangehörige aus ihrem Dienst entlassen. 52 davon stammen aus dem Bezirk Dietikon.

Carmen Frei
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Zürcher Sicherheitsvorsteher Mario Fehr (parteilos) bedankte sich bei allen Soldaten für Ihren Einsatz in der Armee.

Zürcher Sicherheitsvorsteher Mario Fehr (parteilos) bedankte sich bei allen Soldaten für Ihren Einsatz in der Armee.

zvg/Amt für Militär und Zivilschutz Zürich

Zum letzten Mal betraten die 244 Armeeangehörigen aus den Bezirken Bülach, Dielsdorf und Dietikon eine Kaserne. An der insgesamt vierten Entlassungsfeier in dieser Woche wurden sie am Freitag in Birmensdorf vom Kanton Zürich aus ihrem Dienst verabschiedet. Aus dem Bezirk Dietikon war es für 52 Armeeangehörige der letzte Akt in ihrer Militärkarriere.

Schon am Morgen gaben sie gestaffelt zu vier unterschiedlichen Zeiten ihr Material ab. Um 12 Uhr folgte dann die offizielle Verabschiedung in der Mehrzweckhalle der Kaserne. Als die geladenen Gäste kurz vor 12 Uhr dort eintrafen, warteten die Armeeangehörigen bereits in Formation.

Kreiskommandant Daniel Bosshard dankte den 244 Soldaten für ihre Dienste.

Kreiskommandant Daniel Bosshard dankte den 244 Soldaten für ihre Dienste.

zvg/Amt für Militär und Zivilschutz Zürich

Die Soldaten erhielten viel Dank für ihre Dienste in der Armee

Dass sich die Anwesenden für den Dienst in der Armee entschieden hätten, sei keineswegs selbstverständlich, meinte Kreiskommandant Oberst Daniel Bosshard. Gerade heute, wo der Zivildienst eine weitere Möglichkeit biete. Bosshard bedankte sich bei den anwesenden Soldaten und sagte: «Sie verstehen sicher, dass wir sie nicht gerne gehen lassen.»

Nach dem Zwischenspiel der Korpsmusik der Kantonspolizei Zürich trat Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) ans Rednerpult. Er habe zuvor bereits mit einigen der zu Verabschiedenden gesprochen. Er merke, es herrschten ganz unterschiedliche Gefühle – sowohl Erleichterung als auch Wehmut. Er bedankte sich für die Unterstützung der Armeeangehörigen in dieser schwierigen Zeit, beispielsweise für die Verstärkung des Gesundheitssystems und die Unterstützung des Grenzwachtkorps im Juni 2020.

Fehr lobte die Soldaten in der demokratischsten Armee

Ob die Schweiz die beste Armee der Welt habe, könne er nicht sagen. «Aber wir haben die besten Soldaten, Offiziere und Unteroffiziere. Und mit Sicherheit auch die demokratischste Armee», meinte Fehr. Denn wir könnten über unsere Armee abstimmen. Und die Schweiz habe sich immer wieder für eine Milizarmee ausgesprochen. «Das müssen wir bewahren.»

Fehr bedankte sich im Namen der gesamten Zürcher Regierung für den geleisteten Dienst und hielt die abtretenden Armeeangehörigen auch dazu an, sich weiterhin für die Gesellschaft zu engagieren – beispielsweise in der Politik und in Vereinen. Zudem forderte er die Anwesenden zum Austausch beim Apéro auf. Danach folgte die Nationalhymne und die offizielle Abmeldung des Detachements durch Oberst Daniel Bosshard.

Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP), stellvertretenden Abteilungsleiterin Sicherheit und Gesundheit aus Birmensdorf Larissa Roos, Regierungsrat Mario Fehr (parteilos), Unterengstringer Kantonsrat Yiea Wey Te (FDP), Dietiker Gemeinderatspräsidentin Catherine Peer (SP) und Unterengstringer Sicherheitsvorstand Urs Muntwyler (FDP) konnten sich mit einigen Soldaten aus ihren Gemeinden unterhalten.

Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP), stellvertretenden Abteilungsleiterin Sicherheit und Gesundheit aus Birmensdorf Larissa Roos, Regierungsrat Mario Fehr (parteilos), Unterengstringer Kantonsrat Yiea Wey Te (FDP), Dietiker Gemeinderatspräsidentin Catherine Peer (SP) und Unterengstringer Sicherheitsvorstand Urs Muntwyler (FDP) konnten sich mit einigen Soldaten aus ihren Gemeinden unterhalten.

zvg/Amt für Militär und Zivilschutz Zürich

Am Apéro plauderten Soldaten und Politiker

Beim Apéro konnten sich die abtretenden Soldaten mit Kantons- und Gemeindevertreter unterhalten. Unter anderem hatten sich die Dietiker Gemeinderatspräsidentin Catherine Peer (SP) und der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) eingefunden. Auch der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP) und sein Weininger Amtskollege Mario Okle (parteilos) traf man am Apéro an. Aus Weiningen war zudem Sicherheitsvorstand Mike Gardavsky gekommen.

Aus Unterengstringen waren Kantons- und Gemeinderat Yiea Wey Te (FDP) und Sicherheitsvorstand Urs Muntwyler (FDP) angereist. Birmensdorf war mit Sicherheitsvorstand Paul Gähler (Die Mitte) und der stellvertretenden Abteilungsleiterin Sicherheit und Gesundheit Larissa Roos vertreten. Geroldswil war ebenfalls durch Sicherheitsvorstand Martin Conrad (SVP) vertreten. Auch Simon Hofmann (FDP), der Statthalter des Bezirks Dietikon, nahm teil.

Am Apéro unterhielten sich die Soldaten mit den Vertretern aus ihren Gemeinden. Die Stehtische waren nach Gemeinden gekennzeichnet.

Am Apéro unterhielten sich die Soldaten mit den Vertretern aus ihren Gemeinden. Die Stehtische waren nach Gemeinden gekennzeichnet.

zvg/Amt für Militär und Zivilschutz Zürich

Zum Schluss gab es Wein und Schokolade

Alle Anwesenden warteten gespannt auf die Würste, die Mario Fehr zuvor angepriesen hatte. Für jene, die Erlebnisse an der Entlassungsfeier teilen wollten, gab es sogar einen Social Media Corner.

Gegen 13.30 Uhr leerte sich die Mehrzweckhalle langsam, die Soldaten gaben als Letztes ihre Uniform ab und holten sich ihr Abschiedsgeschenk: Von der Zürcher Regierung erhielten sie eine Flasche Zürcher Blauburgunder und seitens der Armee Militärbiskuits und Militärschokolade. «Das war es nun also», murmelte einer unter den Verabschiedeten seinem Kollegen zu. Danach ging es mit dem Shuttle oder zu Fuss an den Bahnhof.

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