Schlieren
Biotechnologiefirma Cytos gibt den geordneten Rückzug bekannt

Das Biotechunternehmen Cytos, das nach negativen Ergebnisse aus einer Studie über die Wirksamkeit ihres Asthma-Medikaments vor dem Aus steht, kann seine operative Tätigkeit geordnet einstellen.

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Hier wird nicht mehr geforscht: Cytos reduziert seine operative Tätigkeit

Hier wird nicht mehr geforscht: Cytos reduziert seine operative Tätigkeit

Keystone

Das Biotechunternehmen Cytos, das nach negativen Ergebnisse aus einer Studie über die Wirksamkeit ihres Asthma-Medikaments vor dem Aus steht, kann seine operative Tätigkeit geordnet einstellen.

Per Ende Juli werden 24 der insgesamt 36 Mitarbeiter entlassen, wie am Montag aus einer Mitteilung von Cytos hervorging. Um Kosten zu sparen wird zudem der Verwaltungsrat um drei auf noch vier Personen verkleinert.

Nun wird beabsichtigt, Käufer für eine Forschungsplattform des Unternehmens sowie die darauf laufenden Programme zur Entwicklung von Wirkstoffen zu finden. "Wir glauben und hoffen, dafür noch etwas lösen zu können", sagte Cytos-Finanzchef Harry Welten auf Anfrage. In der Bilanz des Unternehmens sind die Plattform und laufenden Entwicklungsprogramme nicht aufgeführt.

Selbst wenn mit dem Verkauf dieser Vermögenswerte noch Geld gelöst werden kann, am Aus für das Biotechunternehmen mit Sitz im zürcherischen Schlieren ändert sich dadurch nichts. Weil man sich aber mit den Kapitalgebern geeinigt hat, kann die operative Tätigkeit des Unternehmens geordnet eingestellt werden.

Die Unternehmensführung rechnet aber nach eigenen Angaben weiterhin nicht damit, dass die Aktionäre und jene Kapitalgeber, die nachrangige Wandelanleihen gezeichnet hatten, Geld aus der Liquidation erhalten werden. (sda)