Zürich

Biogasanlage Werdhölzli steht nach sechs Monaten Betrieb schon still

Die Vergärungsanlage der Axpo bei der Werdinsel muss den Betrieb für drei Monate einstellen. Grund: Die Vergärung funktioniert nicht richtig. Eine neue Heizung soll nun Abhilfe schaffen. Grün- und Küchenabfälle können aber weiter angeliefert werden.

Erst im August haben die Axpo Kompogas AG und Energie Recycling Zürich (ERZ) im Werdhölzli das grösste Schweizer Vergärwerk mit Biogasaufbereitung eingeweiht. Ein halbes Jahr später muss die Anlage bereits für drei Monate abgestellt und geflickt werden, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Grund für die Massnahme: Der Vergärungsprozess in der Biogasanlage funktioniert nicht richtig. Er wurde bereits vor zwei Wochen gestoppt.

Im Fermenter wird es zu wenig warm. Die Minimaltemperatur von 55 Grad wurde im Winter nicht erreicht. Der Vergärungsprozess kommt damit nicht richtig in Gang und auch die sogenannte Hygienisierung, das Pflanzensamen überleben, wirkt nicht.

Ein besseres Heizsystem soll nun für Abhilfe schaffen. Damit dieses eingebaut werden kann, müssen die Mitarbeiter der Biogas AG zuerst die stinkende Vergärmasse aus dem Fermenter entfernen.

Kompogas kennt Ursachen nicht

Wie es zur Panne kam, kann die Kompogas-Chef gegenüber dem Tages-Anzeiger nicht erklären. Das Unternehmen wird für die Kosten des Umbaus aufkommen müssen, denn die städtische Biogas AG hat die Anlage noch nicht abgenommen.

Für die Kunden ändert der Ausfall nichts. Grün- und Küchenabfälle können weiter in gewohnter Weise angeliefert werden. Das ERZ verteilt den Abfall dann auf andere Biogasanlagen in der Region.

Die Erdgas AG, die das Biogas vermarktet, bezieht die benötigten Mengen während der Umbauarbeiten aus anderen Anlagen oder aus Deutschland.

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