Wagi-Areal

Bio-Technopark in Schlieren expandiert in die Höhe

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Jahrelang ist der Bio-Technopork auf dem Schlieremer Wagi-Areal eher unauffällig gewachsen. Jetzt will das Gewerbe- und Handelszentrum Schlieren AG dem Erfolgsprojekt ein Monument erbauern: Ein 45-Meter Hochhaus mit elf Geschossen.

Jahrelang ist der Bio-Technopark auf dem Schlieremer Wagi-Areal eher unauffällig gewachsen. Jetzt will das Gewerbe- und Handelszentrum Schlieren AG (GHZ) dem Erfolgsprojekt (siehe Infobox) ein Monument erbauen: ein 45-Meter-Hochhaus mit elf Geschossen à je rund 1000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen. Starten sollen die Bauarbeiten an der Wagistrasse 16 in diesem Oktober, sofern die Baubewilligung erteilt wird. Ende 2012 soll der Rohbau abgeschlossen sein.

«Es ist jetzt Zeit für dieses Hochhaus», sagt Mario Jenni, Geschäftsführer des Bio-Technoparks und Verwaltungsratsmitglied des GHZ. Der Bio-Technopark platze mit 26 Firmen und Forschungsgruppen, die auf dem Wagi-Areal angesiedelt sind, aus allen Nähten. «Wir haben kaum mehr freie Labors», so Jenni.

Gleichzeitig gebe es einen Ansturm von Jungfirmen aus dem biowissenschaftlichen Bereich, die sich einmieten und von den speziellen Dienstleistungen des Bio-Technoparks profitieren wollen: «Das Zentrum wird immer bekannter – wir haben sogar Anfragen aus Russland, Südkorea oder Neuseeland.» Daher ist Jenni zuversichtlich, dass sich das neue Hochhaus bald mit Mietern füllen wird: «Unser Ziel ist es, das Gebäude in vier bis fünf Jahren komplett zu vermieten. Aber ich denke, dass es schneller gehen könnte.»

Repräsentative Räume

Das neue Hochhaus schafft laut dem Geschäftsführer nicht nur mehr Platz, sondern wird auch den Bedürfnissen von ehemaligen Technopark-Jungfirmen gerecht, die inzwischen den Kinderschuhen entwachsen sind. Einige von ihnen sind Kooperationen mit grossen Unternehmen eingegangen oder wurden aufgekauft – wie beispielsweise im Jahr 2005 das junge Biotechunternehmen Glycart biotechnology AG 2005 durch den Roche-Konzern. «Firmen, die diesen Reifegrad erreicht haben, suchen moderne Räume, die repräsentativ sind», sagt Jenni.

Mit dem neuen Hochhaus sollen diese Unternehmen am Standort Schlieren gehalten werden. Zugleich will das GHZ laut Jenni mit dem Gebäude eine neue Klientel ansprechen: etablierte Firmen aus dem Ausland, die eine Niederlassung in der Schweiz suchen. Klappt das, begegnen die vom Bio-Technopark unterstützten Jungunternehmer ihren potenziellen Geschäftspartnern künftig beim Kaffeetrinken oder beim Mittagessen: Im Erdgeschoss des Hochhauses ist eine Cafeteria geplant. «Wir möchten eine Campus-Atmosphäre schaffen mit Räumen, wo sich die Mitarbeiter der verschiedenen Firmen treffen und austauschen können», sagt Jenni. Der Bio-Technopark wolle den Austausch zudem gezielt mit Events wie etwa einem gemeinsamen Feierabend-Bier fördern.

Wachsender Campus

Der Campus soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. Der Gestaltungsplan «Wagi-Areal Süd», der 2009 vom Schlieremer Gemeindeparlament genehmigt wurde, ermöglicht der Areal-Besitzerin GHZ den Bau von insgesamt vier Hochhäusern in diesem Gebiet. Laut Jenni will man jedoch nicht auf Vorrat bauen, sondern mit dem nächsten Schritt abwarten, bis das erste Gebäude vermietet ist. Das Ziel steht jedoch fest: «Das Areal soll entdichtet und zur Zürcherstrasse hin geöffnet werden», so Jenni. Sprich: Wo die alten, niedrigen Industriegebäude heute kompakt aneinandergebaut sind, soll es künftig viel Raum zwischen den Hochhäusern geben.

Sämtlichen Handwerkerbetrieben, die heute in den alten Wagi-Hallen eingemietet sind, habe das GHZ eine Alternative anbieten können, sagt Jenni und betont: «Die Handwerker- und Dienstleistungsbetriebe sind uns nach wie vor sehr wichtig.»

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