Dietikon

Bildungsgrad und Lohnkosten: Kantonsrat verlangt detaillierte Angaben über das Staatspersonal

Die SVP-Politiker bitten unter anderem um eine exakte Aufstellung, wie sich die Anzahl der Vollzeitstellen und die Personalkosten in den Verwaltungsabteilungen seit dem Jahr 2007 entwickelt haben.

Die SVP-Politiker bitten unter anderem um eine exakte Aufstellung, wie sich die Anzahl der Vollzeitstellen und die Personalkosten in den Verwaltungsabteilungen seit dem Jahr 2007 entwickelt haben.

Der Dietiker SVP-Kantonrat Rochus Burtscher verlangt vom Regierungsrat detaillierte Angaben über das Staatspersonal.

An den jährlichen Budgetdebatten im Kantonsrat ist sie ein stets wiederkehrendes Thema: Die Entwicklung des Personalbestands der Verwaltung – und damit die Entwicklung der Lohnkosten. Die SVP-Fraktion will es nun genau wissen. In zwei Interpellationen, die der Dietiker Rochus Burtscher mit Christina Zurfluh Fraefel (Wädenswil) und Jürg Sulser (Otelfingen) eingereicht hat, wird der Regierungsrat aufgefordert, entsprechende Angaben zusammenzutragen.

Die SVP-Politiker bitten dabei unter anderem um eine exakte Aufstellung, wie sich die Anzahl der Vollzeitstellen und die Personalkosten in den Verwaltungsabteilungen seit dem Jahr 2007 entwickelt haben. Zudem wollen sie wissen, was sich in der selben Zeitspanne bei den kantonsnahen Betrieben wie dem Unispital oder der Kantonsapotheke getan hat. Davon erhoffen sich die Interpellanten neue Erkenntnisse, wie Rochus Burtscher auf Anfrage erklärt. Es sei bekannt, dass die Zahl der Angestellten in der Verwaltung zunehme und zunehme. «Wie entwickeln sich aber kantonsnahe Betriebe, die der Kanton in die Selbstständigkeit entlässt?», fragt Burtscher. Seien hier ähnliche Zuwachsraten beim Personal zu verzeichnen, grössere oder kleinere? «Dieser Vergleich kann aufschlussreich sein.»

Im selben Vorstoss fragen die SVP-Kantonsräte zudem, wie hoch der Anteil an Schweizer Bürgern und Nicht-Schweizer Bürgern auf den verschiedenen Kaderstufen seit 2007 ist.

In einem zweiten Vorstoss verlangen die Kantonsräte Auskunft über die «Bildungsgrade beim Kanton Zürich»: Der Regierungsrat soll auflisten, welche Abschlüsse die Verwaltungsangestellten aufweisen. Nach sieben verschiedenen Kategorien wird in der Interpellation gefragt; diese reichen von Angelernten mit Abschluss EBA oder Praxisausbildung über Gelernte mit Abschluss EFZ über Abschluss mit Fachausweis FA bis hin zum universitären Abschluss. Es werde immer wieder das duale Bildungssystem der Schweiz gelobt, begründet Burtscher diesen Vorstoss. Auch der Regierungsrat habe kürzlich wieder festgehalten, dass er diesem System einen hohen Stellenwert beimesse und es auf verschiedenen Ebene pflege. Die Daten sollen zeigen, ob er dem in der Praxis auch nachlebe. Zudem könnten die Daten Auskunft darüber geben, ob die Verwaltung verakademisiere, sagt Burtscher. «Es braucht nicht für alle Stellen einen Hochschulabschluss, das treibt nur die Lohnkosten in die Höhe.»

Der Regierungsrat hat zwei Monate Zeit, um die Interpellationen zu beantworten. (og)

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