Abstimmungen
Bezirk Dietikon war für die Privatisierungen

In Sachen Energiegesetz zeigt sich der Bezirk gespalten; eine klare Abfuhr gibt er der Fremdsprachen-Initiative

Sophie Rüesch
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Nicht überall waren die Abstimmungsresultate deutlich. (Symbolbild)

Nicht überall waren die Abstimmungsresultate deutlich. (Symbolbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Gemeinden des Bezirks Dietikon standen – anders als das gesamtkantonale Stimmvolk – deutlich und nahezu geschlossen hinter den Absichten des Kantons, das Kantonsspital Winterthur und die Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland in Aktiengesellschaften umzuwandeln. Einzig Schlieren hat dem Gesetz über das Kantonsspital eine Absage erteilt, wenn auch eine knappe (48,3 Prozent). Noch knapper war nur das Schlieremer Ja zum Gesetz über die Integrierte Psychiatrie, dem 50,15 Prozent zustimmten.

Überhaupt kamen die Privatisierungspläne in den Städten und grösseren Gemeinden schlechter an als in den kleineren: Auch Dietikon sagte nur knapp Ja zu den Privatisierungsplänen, gefolgt von den nächstgrösseren Bezirksgemeinden Urdorf und Oberengstringen. Am deutlichsten war die Zustimmung für die beiden Spitalvorlagen in Uitikon und Aesch; beide brachten es dort auf über 66 Prozent Ja-Stimmen-Anteil. Auch in Unterengstringen und Oetwil reichte es für hohe Ja-Anteile.

Bei der dritten kantonalen Vorlage, der Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule», hatten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Bezirks Dietikon hingegen dieselbe Meinung wie diejenigen des gesamten Kantons: Die Initiative wurde im Limmattal mit nur 37,3 Prozent Zustimmung bachab geschickt, also gar noch deutlicher als im restlichen Kanton, wo am Schluss immerhin über 39 Prozent Ja sagten. Die Initiative hatte in keiner der elf Bezirksgemeinden eine Chance, am wenigsten in Uitikon.

In guter Gesellschaft befindet sich der Bezirk zudem mit seiner Zustimmung zur einzigen eidgenössischen Vorlage, dem Energiegesetz. Das Limmattal sagte Ja dazu, wenn auch mit 52 Prozent Ja-Stimmen-Anteil weniger deutlich als Kanton (58,8 Prozent) und Bund (58,2 Prozent). Und wenn es auch im ganzen Bezirk für ein Ja gereicht hat, legte in immerhin fünf von zehn Bezirksgemeinden die Mehrheit des Stimmvolks ein Nein in die Urne. Ja sagten Aesch, Birmensdorf, Dietikon, Oberengstringen, Schlieren und Urdorf. Am deutlichsten war die Zustimmung mit knapp 57 Prozent Ja-Stimmen-Anteil in Schlieren, die Ablehnung in Oetwil, wo nur knapp 38 Prozent für das Energiegesetz stimmten. Mit Ausnahme eines knappen Jas in Oberengstringen sprachen sich die Gemeinden rechts der Limmat fast geschlossen gegen die Vorlage aus.