Urdorf

Bewilligung für Kreiselkunst naht — die Gestaltung kann noch im Januar beginnen

Die Betonelemente sollen bald einer schönen Gestaltung weichen.

Die Betonelemente sollen bald einer schönen Gestaltung weichen.

Laut Baudirektion kann Urdorf voraussichtlich noch im Januar mit der Gestaltung des Kreisels an der Birmensdorferstrasse beginnen.

Schön anzusehen sind die massiven Betonelemente im Kreisel an der Kreuzung von Birmensdorfer- und Feldstrasse in Urdorf nicht. Doch das triste Bild soll sich bald endlich ändern. «Das kantonale Tiefbauamt prüft derzeit die von der Gemeinde Urdorf vorgeschlagene Gestaltung des Kreisel-Innenrings. Die Bewilligung wird voraussichtlich noch im Januar vorliegen», sagt Thomas Maag, Sprecher der Zürcher Baudirektion.

Eigentlich wollte die Gemeinde den Kreisel bereits im Sommer 2019 gestalten. Doch das bei der Baudirektion eingereichte Gestaltungskonzept wurde zunächst abgelehnt. Gebaut wurde der Kreisel im Rahmen der Sanierung und Umgestaltung von Birmensdorfer- und Feldstrasse.

Der Urdorfer Gemeinderat sprach im September von «erhöhten Sicherheitsanforderungen» (die Limmattaler Zeitung berichtete). Konkret geht es darum, dass das an Weidezäune erinnernde Kunstwerk im Falle eines Unfalls nachgeben muss, damit keine Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Deshalb müssen die einzelnen Stahllamellen bei grosser Krafteinwirkung nachgeben und brechen. Die Gemeinde sei von den hohen kantonalen Anforderungen überrascht worden, sagt Martina Ott, seit August 2019 Abteilungsleiterin Werke in Urdorf. Beim kantonalen Tiefbauamt hingegen heisst es, man habe die Gemeinde bereits im Mai 2019 darauf aufmerksam gemacht, dass die Bewilligung der geplanten Gestaltung zum Problem werden könnte.

Geforderte Nachweise wurden nachgereicht

In der Regel würden Gemeinden bereits während der Ausarbeitung von Kreiselgestaltungen das Tiefbauamt involvieren, um Vorabklärungen zu treffen, sagt Maag. Urdorf reichte beim Kanton aber gleich ein fertiges Gestaltungskonzept ein. «Wir hatten ein Landschaftsarchitekturbüro damit beauftragt, das Erfahrung hat mit Kreiselgestaltungen», erklärt Ott. «Auch dieses zeigte sich erstaunt über die hohen Anforderungen seitens Kanton.»

Anfang Dezember tauschten sich Vertreter von Gemeinde und Tiefbauamt erneut aus und kurz vor Weihnachten reichte die Gemeinde den geforderten Nachweis ein. Noch steht die bald erwartete Bewilligung seitens des Tiefbauamts aus. Wenn sie in Urdorf eintrifft, will die Gemeinde laut Ott umgehend die Umsetzung der im Juni 2019 präsentierten Kreiselgestaltung veranlassen.

Geplant ist eine Konstruktion aus zwei Zäunen mit variierenden Höhen. Das Kunstwerk soll an den vielen Grünraum in Urdorf erinnern und Bezug nehmen zum an die Birmensdorferstrasse angrenzenden Schäflibach, der parallel zur Strassenumgestaltung renaturiert wurde. Rund um das Werk soll der Kreisel mit einheimischen Ziergräsern bepflanzt werden.

Die geplante Kunst auf dem neuen Kreisel in Urdorf soll an Weidezäune erinnern. Visualisierung: zvg

Die geplante Kunst auf dem neuen Kreisel in Urdorf soll an Weidezäune erinnern. Visualisierung: zvg

Im Oktober 2017 begannen die Arbeiten für das 11,87 Millionen Franken teure Projekt zur Sanierung und Umgestaltung der Birmensdorfer- und der Feldstrasse. Dabei ging es darum, die beiden Kantonsstrassen siedlungsverträglicher zu gestalten und die Sicherheit zu erhöhen. Dazu gehörte in der Feldstrasse auch ein Abbau von vier auf zwei Spuren.

Mit der Gestaltung des Kreisel-Innern erfolgt bald der endgültige Abschluss des Bauprojekts, welches die Urdorferinnen und Urdorfer im September 2009 an der Urne befürwortet hatten.

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