Dietikon
Bevor die Limmattalbahn hier nächtigt: Der Abfall im Gebiet «Müsli» muss weg

Der Stadtrat hat ein Altlasten-Sanierungskonzept für die ehemalige Kiesgrube in Auftrag gegeben.

Sophie Rüesch
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Das Gebiet «Müsli» wird zum Depot der Limmattalbahn

Das Gebiet «Müsli» wird zum Depot der Limmattalbahn

Sophie Rüesch

Zuerst war sie eine Kiesgrube, dann wurde sie zur Abfalldeponie und bald soll die Limmattalbahn bei ihr übernachten: die Deponie im Gebiet Müsli. Nun sollen die Altlasten, die sich im Lauf der Jahre im Gebiet angesammelt haben, endlich bereinigt werden, wie aus einem Bericht des Dietiker Stadtrats hervorgeht: Er hat die Zürcher Firma Magma AG damit beauftragt, für das Müsli ein Sanierungskonzept zu erstellen, und dafür einen Kredit in der Höhe von 45 000 Franken gesprochen.

Mit Industrieabfällen gefüllt

Die Deponie Müsli ist ein Zeuge der Industriegeschichte Dietikons: Von 1952 bis 1975 wurde die ehemalige Kiesgrube auf der Gemeindegrenze zu Spreitenbach mit Kehricht, Schlacken, Industrieabfällen, Bauschutt und Aushubmaterial gefüllt. Auch südlich und westlich der Grube Müsli wurden stellenweise Kies abgebaut und Abfälle deponiert.

Nötig wird die Sanierung deshalb, weil die Konzentrationen an Vinylchlorid und Ammonium im Grundwasser über den Grenzwerten liegen, die das kantonale Amts für Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) und das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in der Altlasten-Verordnung definieren. Die Deponie ist denn auch im Kataster der belasteten Standorte erfasst.

Die Magma AG, die laut Stadtrat bereits bestens mit der Ausgangslage vertraut ist, wird nun verschiedene Sanierungsvarianten evaluieren und die hydrogeologischen Verhältnisse beschreiben. Sie soll auch die Limmattalbahn AG, die im Müsli ihr Tramdepot plant, fachlich unterstützen, sodass die Altlasten-Verordnung «als erfüllt betrachtet werden kann». Den Nachweis dafür muss dann die Limmattalbahn AG erbringen, nicht die Stadt.