Obschon sich der Winter seit diesem Wochenende definitiv verabschiedet hat, liegt dem Dietiker CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr der Strassenverkehr in der kalten Jahreszeit am Herzen. Dabei stellt sich ihm besonders eine Frage: «Wie können Chauffeure von Lastwagen ihre Fahrzeuge und ihre Anhängerzüge vor der Fahrt möglichst einfach und gefahrenlos vollständig von Schnee und Eis befreien, um so zur Verkehrssicherheit aller beizutragen?»

Wiederkehr und seine Kantonsratkollegen Jürg Sulser (SVP, Otelfingen) und Cornelia Keller (BDP, Gossau) bitten den Regierungsrat nun in einer Anfrage darum, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und der Chauffeure zu wahren.

Vereinzelt befände sich die LKW-Flotte von Transport- und Logistikunternehmen unter einem Dach, sodass Schneefall kein grösseres Problem für die Lastwagen darstelle, schreibt Wiederkehr in der Anfrage. Für den Grossteil der Flotte gebe es in den betriebseigenen Werkhöfen spezielle Gerüste mit rutschsicheren Treppen, mit denen sich der Schnee auf den Dachflächen der Fahrzeuge und der Anhängerzüge vor Fahrantritt einfach und gefahrenlos befreien lasse. «Das Hauptproblem liegt denn auch vielmehr bei denjenigen Lastwagen-Chauffeuren, die auf einer Raststätte übernachten müssen oder während der Fahrt von plötzlich einsetzenden winterlichen Verhältnissen überrascht und deshalb von der Polizei gestoppt und zum Warten angehalten werden», so Wiederkehr.

Da bei den Raststätten anscheinend in aller Regel keine geeigneten Einrichtungen vorhanden seien, um die Fahrzeuge von Eis und Schnee zu befreien, komme es schon mal vor, dass Transport- und Logistikunternehmen das für eine Räumung notwendige Ad-hoc-Equipment wie eine vier Meter hohe Leiter, eine Schaufel oder ein Besen durch die halbe Schweiz fahren müssten. Für Wiederkehr ganz klar: «Ein ökologischer Irrsinn». Vor allem aber hinsichtlich der Sicherheit lasse diese Räumungsmethode zu wünschen übrig — dies bei einer Arbeitshöhe von vier Metern bei einem oft instabilen und sehr rutschigen, teilweise vereisten Dach.

Unterstützung beim Räumen

Wiederkehr und seine Kollegen fordern den Regierunsgrat in ihrer Anfrage auf, drei zentrale Fragen zu klären. Erstens wollen die Politiker wissen, wie sich die Situation auf den Raststätten im Kanton Zürich präsentiert. Ob diese mit dem nötigen Equipment ausgerüstet sind. Wenn dies nicht der Fall sei, interessiere es sie zweitens, worin der Regierungsrat auf den Raststätten Verbesserungspotenzial sehe.

Und sofern die Raststätten nicht mit dem nötigen Equipment ausgerüstet sein sollten, fragen die Politiker drittens an, ob der Regierungsrat Verständnis für den Wunsch der Transport- und Logistikbranche nach Unterstützung beim Räumen von Schnee und Eis seitens der Behörden habe. Dieses Anliegen stütze sich auf die Argumentation, dass Chauffeure bereits genug für die ordentliche Strassenverkehrsabgabe für ihre Lastwagen und Anhänger, die Zölle auf den Treibstoff und der Schwerverkehrsabgabe ausgeben würden. (az)