Wachstum
Besonders junge Erwachsene zieht es ins Limmattal

Keine andere Region im Kanton wächst so stark wie das Limmattal. Die Strategien der beiden Städte Dietikon und Schlieren scheinen aufzugehen. Was ist ihr Erfolgsrezept?

Bastian Heiniger
Merken
Drucken
Teilen
Die Region wächst und wächst – an Attraktivität wie auch hinsichtlich aktueller Bevölkerungszahlen (Symbolbild).

Die Region wächst und wächst – an Attraktivität wie auch hinsichtlich aktueller Bevölkerungszahlen (Symbolbild).

Keystone

Das Limmattal ist beliebt: In keiner anderen Region im Kanton Zürich wächst die Bevölkerung so stark wie hier. Gegenüber 2013 sind im vergangenen Jahr knapp 1800 Personen neu dazugekommen, wie aus den neusten Zahlen des statistischen Amtes hervorgeht.

Besonders beliebt ist der Bezirk Dietikon für die Altersschicht der jüngeren Erwachsenen: Bei den 20- bis 39-Jährigen liegt der Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 29,3 Prozent; nur im Bezirk Zürich ist er höher. Heute zählt der Bezirk Dietikon gut 25'500 Einwohner zu dieser Gruppe, vor zehn Jahren waren es knapp 21 000. Der Anteil betrug damals 28 Prozent und lag neben Zürich ebenfalls unter den Bezirken Dielsdorf und Bülach. Die letzten beiden wurden inzwischen überholt. Das Limmattal konnte in den vergangenen Jahren bei dieser Altersschicht am deutlichsten zulegen.

Junge setzen auf Agglo

Zu diesem Wachstum beigetragen haben wohl auch die neuen Siedlungen in Dietikon und Schlieren. Bezirksintern liegen in beiden Städten die prozentualen Anteile in der Altersschicht der 20- bis 39-Jährigen am höchsten. Die Strategien der beiden Städte, vermehrt junge Berufstätige anzulocken, scheint gemäss der Auswertung aufzugehen. In den letzten zehn Jahren sind in beiden Städten allein in dieser Altersschicht je über 2000 neue Personen dazugekommen.

Ältere Generation dominiert noch

Dicht hinter den jüngeren Erwachsenen folgt schliesslich die Gruppe der 40- bis 64-Jährigen. Während in Dietikon und Schlieren die jüngere Gruppe inzwischen dominiert, sind in den anderen Gemeinden des Bezirks noch immer die 40- bis 64-Jährigen am stärksten vertreten. Insgesamt nimmt die Bevölkerungszahl dieser Altersschicht zwar bereits seit 2006 ab, mit 33,5 Prozent ist sie jedoch auf den gesamten Bezirk bezogen noch immer die grösste Gruppe. Seit 2010 ging ebenfalls der Anteil an 15- bis 19-Jährigen zurück. Das änderte sich jedoch im vergangenen Jahr, als der prozentuale Anteil bei 4,8 Prozent stagnierte. In den verschiedenen Gemeinden ist diese Altersgruppe ziemlich ausgeglichen. Anders bei den Kindern bis 14 Jahren: Mit 16 Prozent scheint Geroldswil am kinderfreundlichsten. Das Schlusslicht in dieser Kategorie macht Oetwil mit 11,5 Prozent.

Von allen Kategorien wächst jedoch der Anteil an Einwohnern ab 80 Jahren am stetigsten. Seit 2000 hat diese Gruppe jährlich zugenommen und ist von damals 2,7 Prozent auf einen Anteil von 4,6 gestiegen. Die meisten über 79-Jährige zählt Uitikon mit 7 Prozent.