Schlieren

Beschädigte Strassenlaternen mussten ersetzt werden — nun kritisiert FDP-Gemeinderat die Stadt

Die Kandelaber an der Wiesenstrasse in Schlieren waren von mehreren Fahrzeuglenkern angefahren worden. (Archiv)

Die Kandelaber an der Wiesenstrasse in Schlieren waren von mehreren Fahrzeuglenkern angefahren worden. (Archiv)

Die Kandelaber an der Wiesenstrasse beim Schlieremer Goldschlägiplatz haben dieses Jahr schon öfters für Diskussionen gesorgt. Nachdem die stark beschädigten ersetzt werden mussten, kritisierte FDP-Gemeinderat John Daniels die Planung der Stadt.

Drei von sieben Strassenleuchten mussten im Sommer demontiert werden, weil sie von Autos beschädigt wurden. Diesen August rüstete die Stadt auf und liess für knapp 74'000 Franken neue Strassenlaternen mit LED-Technik installieren.

Für den angerichteten Schaden sind jedoch nicht nur die fehlbaren Autofahrer verantwortlich, sondern auch die Planer der Stadt. Dies impliziert zumindest FDP-Gemeinderat John Daniels. In einer Kleinen Anfrage konstatierte er, dass es offensichtlich sei, dass die Laternen bei einer Platzierung auf der Strasse – statt wie üblich neben der Strasse – Schaden nehmen würden. Daher wunderte er sich auch, warum die neuen, modernen Kandelaber nicht weiter weg vom Strassenraum erstellt worden sind, sondern wieder an derselben Stelle. Seit der Einreichung des Vorstosses wurde die Stadt bereits aktiv: Sie versetzte die Laternen weg von der Strasse. Dies zur Freude von Daniels. «Man nahm diese Anfrage offenbar ernst», sagt er.

Eine Verkehrsberuhigung ist weiterhin das Ziel

In seiner Antwort verweist der Stadtrat darauf, dass man sich mit der ursprünglichen Platzierung der Strassenlaternen einen verkehrsberuhigenden Effekt erhofft hatte. Man sei davon ausgegangen, dass die Kandelaber vorsichtig und mit entsprechend tiefer Geschwindigkeit umfahren werden würden, sodass kein Schaden entstehe. Damit habe man eine verkehrsberuhigende Situation schaffen wollen. Trotz der Versetzung der Laternen werde nun der Ansatz der Verkehrsberuhigung weiterverfolgt, schreibt die Stadt. «Ein schnurgerader Strassenverlauf ohne deutliche Zäsur ist nicht zielführend.»

Ob man wisse, wer für die Schäden verantwortlich sei, wollte Daniels ebenfalls wissen. Die Verursacher seien grösstenteils nicht bekannt, schreibt die Stadt. In Einzelfällen würden sich die Verursacher melden und den Schaden begleichen. Daniels erkundigt sich, warum nicht Anzeige gegen Unbekannt eingereicht werde. «Aufwand und Ertrag stehen dabei in einem Missverhältnis», heisst es bei der Stadt.

Weiter wollte Daniels wissen, warum nicht von Beginn weg auf eine tempoberuhigende Massnahme wie Tempo 30 gesetzt worden ist. Damit habe man zugewartet, weil in diesem Gebiet noch zahlreiche Baufelder entwickelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte eine 30er-Zone quasi aus einem Guss entstehen, so der Stadtrat.

Für Daniels ist dies nachvollziehbar. So wisse man noch nicht, wie die Überbauung aussehen werde, die dereinst das Vitis-Sportcenter ersetzt. Auch die geplante Veloschnellroute des Kantons und die bereits bestehende Anbindung der Fussgänger an den Bahnhof seien wichtige Faktoren. «Um die bestmögliche bauliche Variante zu verwirklichen, muss man alle Faktoren kennen», sagt Daniels. «Für mich ist das Problem der Kandelaber hiermit gelöst.»

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