Bernarda Brunovic, knapp ein Jahr ist es her, als Sie bei der Schweizer Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest den Final erreichten. Dort hat es dann nicht ganz gereicht, um nach Düsseldorf zu fahren. Jetzt nehmen Sie einen neuen Anlauf, um die europäische Bühne zu erobern? Morgen startet das Voting. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Bernarda Brunovic: Der letztjährige Erfolg ist sicher ein Grund, dass ich es nochmals versuche. Viele Leute kennen mich jetzt schon. Aber es gibt noch eine Menge, die mich neu entdecken können. Zudem war der Auftritt vor einem Jahr im Schweizer Fernsehen ein weiterer Schritt in meiner Karriere. Er hat mich weiter gebracht.

Inwiefern hat Sie der Fernsehauftritt vorwärts gebracht?

Ich wurde von vielen Produzenten aus Kroatien (dem Heimatland ihrer Eltern, Anm. d. Red.) und der Schweiz kontaktiert. So sind interessante Begegnungen entstanden. Derzeit bin die anfragen am Ordnen. Mal schauen, was sich daraus ergibt.

Kann man bald mit einer CD von Ihnen rechnen?

Ich weiss es noch nicht. Inzwischen habe ich bereits sechs Songs aufgenommen. Für eine CD fehlen noch vier oder fünf. Ich bin mir am Überlegen, ob ich jetzt eine CD rausbringen, oder ob ich mich weiter auf meine Auftritte konzentrieren soll.

Sie treten regelmässig auf?

Ja, allerdings sind die Auftritte jetzt etwas besser aufeinander abgestimmt. Ich bin nicht mehr unter der Woche unterwegs, sondern hauptsächlich an den Wochenenden. So kann ich mich besser auf die Schule konzentrieren.

Sie haben immer gesagt, dass Sie zuerst die Matura machen wollen, bevor Sie ganz auf die musikalische Karriere setzen. Hat sich an diesem Vorsatz etwas geändert?

Nein. In knapp zwei Jahren bin ich fertig mit dem Gymnasium. Das ist mein nächstes Ziel.

Und dann beginnen Sie ein Musikstudium?

Das ist und bleibt vorerst mein Wunsch.

Zuerst steht nun aber die Vorausscheidung für den Song Contest an. Was macht Sie zuversichtlich, dass es wieder für den Final und dann vielleicht noch weiter reicht?

Mein neuer Song. Er hat einen anderen Rhythmus als «Confidence». Ich glaube, das kommt beim Publikum an. Er zeigt meine lebensfrohe Seite.

Der neue Song heisst «I belong to you», also «Ich gehöre zu dir». Wer ist damit gemeint?

Meine Familie, Freunde und Fans. Einfach alle, die mich bislang unterstützt haben. Ich habe den Song 2007 geschrieben, als ich erfahren habe, dass ich die Probezeit im Gymnasium bestanden habe. Damit wollte ich meinen Dank aussprechen, besonders meiner Familie, ohne die ich es nicht so weit gebracht hätte.

Sie haben selber einiges geleistet. Falls Sie wieder in den Final kommen, werden Sie sich anders auf den Auftritt vorbereiten, als letztes Jahr?

Nein, mein Gesang kommt gut an. Daran muss ich nichts verändern. Vielleicht lege ich den Fokus noch stärker auf die Choreografie.