Die Bergdietiker Stimmbevölkerung hat sich deutlich gegen die Aargauer Volksinitiative für familienergänzende Betreuungsstrukturen gestellt und auch den Gegenvorschlag abgelehnt. Zur Initiative sagten nur gerade 136 Stimmberechtigte Ja, während ihn 737 Personen oder 84,4 Prozent ablehnten. Dem Gegenvorschlag stimmten 365 Stimmberechtigte zu, während ihn 500 oder 57,8 Prozent ablehnten. Damit stimmte Bergdietikon anders als der Kanton, der den Gegenvorschlag mit 53 Prozent annahm. Die Initiative wurde mit 75 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Sie wollte die Gemeinden verpflichten, für Kinderbetreuung bis zum Ende der Schulpflicht zu sorgen. Der Gegenvorschlag sieht vor, dass die Gemeinden Betreuung nur für Kinder im Primarschulalter anbieten.

Die Bergdietiker hatten zudem mit 65,0 Prozent oder 567 Ja-Stimmen gegen 305 Nein-Stimmen grosse Sympathien für die dritte Aargauer Vorlage, bei der es um den Wegfall des Steueranteils bei den Grundbuchabgaben ging. Der Kanton Aargau hätte damit auf bis zu 33 Millionen Franken pro Jahr verzichten müssen. Auch hier stimmte Bergdietikon anders als der Kanton, der die von der bürgerlichen Ratsmehrheit beschlossene Vorlage mit 56,7 Prozent Nein-Stimmen ablehnte.(BHI)