Bergdietikon
Nach der Sintflut die Quittung: Die Unwetterschäden kosten zusätzliche 147000 Franken

Der Starkregen Ende Juni hat Bergdietiker Strassen und Ufer reparaturbedürftig gemacht. Bevor die Schäden noch grösser werden, hat der Gemeinderat nun dringend Geld genehmigt.

David Egger
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Dieser Wanderweg im Wald zwischen Unterem und Mittlerem ­Schönenberg war einfach weg- und auf die Strasse gerutscht.
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Der Wanderweg musste deshalb abgesperrt werden.
An der gleichen Stelle, aber auf der anderen Seite der Strasse, rutschte der Hang ebenfalls. Wird hier nichts gemacht, würde nächstes mal womöglich die Strasse mitrutschen.
Auch Leitungen unter dem Boden hielten den Wassermengen teils nicht stand – so wie hier beim Ried nahe des Schützenhauses etwas oberhalb von Kindhausen.
Die Spuren zogen sich über ganze Felder (im Bild ein Feld, das sich ebenfalls beim Ried befindet).
Die Behebung aller Schäden kostet einiges.

Dieser Wanderweg im Wald zwischen Unterem und Mittlerem ­Schönenberg war einfach weg- und auf die Strasse gerutscht.

Bild: zvg

Ob der viele Schnee im Januar, das viele Wasser im Juni und im Juli oder Sturm Bernd im Juli: Die Naturgewalt zeigte sich dieses Jahr mehrfach. Bergdietikon litt vor allem unter den Gewittern am 25. und 28. Juni. Begleitet von starken Winden, prasselte der Regen damals wie die Sintflut auf den Hang. Von manchen Nebenstrassen war nichts mehr zu sehen, sie waren völlig überdeckt mit der Erde von benachbarten Äckern. Der Hang kam stellenweise ins Rutschen, es kam zu erheblichen Schäden an Strassen, Bachleitungen, Bächen und der Reppisch. Die Kanalisation quoll über, die Feuerwehr stand im Dauereinsatz. «Lokal fielen innert kürzester Zeit Regenmengen, die nur alle 30 bis 50 Jahre erreicht oder überschritten werden», teilte Gemeindeschreiber Patrick Geissmann am Dienstag mit.

Nun ist auch klar, was der Starkregen die Gemeinde kostet. Sie hat für die Sanierungen der beschädigten Strassen- und Gewässerinfrastruktur verschiedene Varianten geprüft und die Schäden mit verschiedenen Unternehmen gesichtet. Resultat: 147’000 Franken kosten die Aufräumarbeiten und Instandstellung schätzungsweise.

Die Instandstellungsarbeiten wurden als eindringlich eingestuft

Der Gemeinderat hat das Geld dafür nun ausser Budget bewilligt. Das war nur möglich, weil er die Instandstellungsarbeiten als dringlich eingestuft hat. Sie seien «schnellstmöglich in Angriff zu nehmen, damit die Sicherheit der Strassenbenützer gewährleistet bleibt», heisst es in der Mitteilung.

Gewisse Arbeiten für die sofortige Instandstellung der Strasseninfrastruktur seien bereits ausgeführt worden. «Zudem sind die Arbeiten an den Gewässern ebenfalls dringend auszuführen, da die Gefahr besteht, dass durch die starken Erosionen weitere Schäden verursacht werden könnten», heisst es in der Mitteilung weiter.

Wie Gemeindeschreiber Patrick Geissmann auf Anfrage sagt, sind im erwähnten Betrag die Beiträge bereits berücksichtigt, mit denen sich der Kanton Aargau an der Sanierung der Gewässerinfrastruktur beteiligt.

«Es handelt sich bei den 147000 Franken um Nettokosten.»

Die Experten des Kantons haben sich die Schäden bereits vor Ort angesehen.

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