Bergdietikon
«Bewegend und beeindruckend»: So verlief das Konzert des Männerchors

Der Männerchor Rudolfstetten-Friedlisberg und Bergdietikon trat nach langer Absenz wieder auf. Von der pandemiebedingten Auszeit war auch die Musikauswahl geprägt. Freundschaft, Sehnsucht und die Liebe zur Heimat wurden im Laufe des Abends thematisiert.

Christian Murer
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Nach anderthalb Jahren konnte der Männerchor Rudolfstetten-Friedlisberg und Bergdietikon in der Kirche Bergdietikon wieder auftreten.

Nach anderthalb Jahren konnte der Männerchor Rudolfstetten-Friedlisberg und Bergdietikon in der Kirche Bergdietikon wieder auftreten.

Christian Murer

«Es ist ein sehr schönes Gefühl, wieder als Chor vor Ihnen stehen zu dürfen und Ihnen mit unserem bunten Liederstrauss eine Freude zu bereiten und sie zu unterhalten», begrüsste Sänger und Moderator Viktor Stutz die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher am Sonntagabend in der Reformierten Kirche Bergdietikon.

Mit dem Lied «Freundschaft» eröffneten die Sänger des Männerchors Rudolfstetten-Friedlisberg und Bergdietikon mit ihrer Dirigentin Liuba Chuchrowa den Konzertabend. «Denn Freundschaft hält alles zusammen und Freundschaft hat ermöglicht, dass der Chor nach anderthalb Jahren wieder auftreten kann», sagte Stutz, der den Abend souverän moderierte.

Das nächste Lied «Alla Matina» drückte eindrücklich den Spass am Singen, die Lockerheit und die Lebensfreude aus. Der Gesang «Vor meinem Vaterhaus» handelte von der Sehnsucht zur Heimat, von der Verbundenheit zur Familie und vom ersten Liebeskummer. Im Lied «Vieni sulla barchetta» lud der Chor zu einer Gondelfahrt auf einem der Tessiner Seen ein.

Ein Highlight des Konzertabends war die wunderschöne «Mondschein-Sonate» von Ludwig van Beethoven – einfühlsam interpretiert von Liuba Chuchrowa. Als nächstes folgte das russische Volkslied «Das Glöcklein». Es ist eine wehmütige Geschichte, die vom Fuhrmann erzählt wird und leise durch die Nacht erklingt.

In der Sklavenzeit hatten die Arbeiter nichts mehr als ihre Seele und den Glauben an Gott, verbunden mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. So entstanden die Gospelsongs, die ihre Lebensfreude und Begeisterung ausdrückten. Die beiden Songs «Rock my soul» und «Heaven is a wonderful place» vermittelten eindrücklich dieses Lebensgefühl. Den Abschluss des bunten Liederstrausses bildeten die beiden Bänkelsänge «La Provence» sowie «Im Weinparadies». Nach den beiden Zugaben «Vive l’amour» und «Amazing grace» gabs für das einstündige Konzert eine lang anhaltende Standing Ovation.

Nur sechs Proben führten zu Standing Ovation

Liuba Chuchrowa ist seit beinahe zehn Jahren als Dirigentin mit dabei.

Liuba Chuchrowa ist seit beinahe zehn Jahren als Dirigentin mit dabei.

Christian Murer

«Mein Lieblingslied ist ‹Vor meinem Vaterhaus›», sagte Dirigentin Liuba Chuchrowa, «weil es die tiefe Sehnsucht und die Verbundenheit zu meiner Heimat ausdrückt.» Ihre Begeisterung für ihr bald zehnjähriges Dirigat komme daher, weil die Männer fast alles mitmachten, was sie wolle. «Diese Standing Ovation freut mich riesig und macht mich glücklich», sagte Chuchrowa, die auch die Männerchöre Untersiggental, Widen und Wallisellen dirigiert.

Bergdietikons Gemeindeammann Ralf Dörig fand nach dem Konzert: «Ich finde es schön, dass wir erneut einen solchen Anlass durchführen können.» Er sei sehr stolz, dass es diesen Männerchor in der Region nach wie vor gebe. «Mir hat das Konzert ausgezeichnet gefallen», so Dörig. Und Martin Koller, Präsident des Chores, meinte: «Für mich war dieses Konzert äusserst bewegend und beeindruckend, wenn man bedenkt, dass wir es in nur sechs Proben mit unserer Dirigentin auf die Bühne brachten.»

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