Birmensdorf

Bereits 13-Jährige betrinken sich auf Pausenplätzen: Schule veranstaltet nun einen Workshop

Ein Bild der Zerstörung: Während der Sommermonate kam es zu teils grossen Schäden.

Ein Bild der Zerstörung: Während der Sommermonate kam es zu teils grossen Schäden.

Nachdem die Schule Birmensdorf die Videoüberwachung lanciert hat, setzt sie nun auch auf Workshops für Eltern.

Seit rund einem Jahr treibt sich eine Gruppe von Jugendlichen abends und an Wochenenden auf Birmensdorfer Spiel- und Sportplätzen herum und trinkt Alkohol in rauen Mengen. Iris Hochschorner, Leiterin der Sekundarschule Birmensdorf, kam kürzlich zu Ohren, dass sich auch einige der 175 Jugendlichen ihrer Schule die Freizeit so vertreiben. «Ich weiss von einzelnen Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren, die an solchen Treffen Alkohol trinken», sagt sie. Durch Berichte der Securitas-Mitarbeiter, die in der Gemeinde patrouillieren, und Erzählungen von Schülern habe man davon erfahren.

Schulpflegen wollen das Problem aktiv angehen

Extreme Ausmasse hätten diese Treffen während der Sommermonate angenommen, sagt Hochschorner. Damals hätten sich bis zu 30 Jugendliche aus Birmensdorf, aber auch aus umliegenden Gemeinden, abends zum Trinken getroffen. Resultat dieser Nächte waren neben starker Verschmutzung des öffentlichen Raums auch grosse Sachbeschädigungen. Scheiben wurden eingeschlagen, Wände versprayt und einmal wurde gar ein Töggeli-­Kasten aus dem Boden gerissen. Die Primar- und die Sekundarschulpflege wurden aktiv und legten der Gemeindeversammlung von Anfang Dezember ein Reglement vor, das eine ­Videoüberwachung des Schulgeländes erlaubt. «Wir wollen die Zerstörungswut nicht stillschweigend tolerieren und als Zeitgeist klassifizieren, ­sondern das Problem aktiv angehen», hiess es damals von den beiden Schulpflegen.

Derzeit arbeitet die Schule an einer Umsetzung der Videoüberwachung. Doch beschreitet sie noch andere Wege, um dem Problem Herr zu werden. Gemeinsam mit der Jugend­beratung Blinker aus Schlieren veranstaltet sie Donnerstag Abend einen Workshop mit dem Titel «Gemeinsam Sorge tragen».

Zwar steht für Hochschorner fest, dass die Schule nicht in der Verantwortung dafür steht, was ihre Schüler ausserhalb des Unterrichts tun. Mit dem Anlass wolle man den Eltern von Kindern im Alter von 11 bis 18 Jahren die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen, um so gemeinsam gegen das Problem anzukämpfen. «Eltern stehen in der Pflicht und sollten lernen, diese mit Präsenz und Beharrlichkeit umzusetzen».

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