Limmattal
Benzinpreise im Sinkflug: Hier tanken Sie in der Region besonders günstig

Der tiefe Ölpreis und die Aufhebung des Euro-Mindestkurses führen zu tieferen Preisen an den Tankstellen – auch im Limmattal.

Julia Wartmann
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Tankstellen senken die Preise.

Tankstellen senken die Preise.

Annika Buetschi/ AZ

1 Franken und 38 Rappen bezahlten Automobilisten am Donnerstag für einen Liter Bleifrei 95 bei der Tamoil an der Silbernstrasse in Dietikon. Das hat sich bei einer Umfrage der az Limmattaler Zeitung als günstigstes Angebot herausgestellt. Seit Jahren war der Preis pro Liter Benzin nicht mehr so tief. An anderen Tankstellen im Limmattal schwankte der Preis zwischen Fr. 1.40 und Fr. 1.43. Für den Liter Diesel bezahlte man mindestens Fr. 1.45 und höchstens Fr. 1.48.

Die Tatsache, dass der Euro und der Schweizer Franken momentan fast gleich viel wert sind, hat viele Tankstellen dazu veranlasst, ihre Preise zu senken. Dies und der Zerfall des Ölpreises in den letzten Monaten führten zu idealen Konditionen für jene, die häufig mit dem Auto fahren.

Laut Daniel Furrer, Leiter Beschaffung und Logistik bei der Migrol AG, ist die Nachfrage dadurch jedoch nicht gestiegen. Bei schlechtem Wetter führen die Leute nämlich merklich weniger mit dem Auto als bei schönem Wetter. Ein tieferer Benzinpreis führe nicht automatisch dazu, dass mehr Menschen ihr Auto benutzten. «Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, tut dies auch, wenn der Benzinpreis bei Fr. 1.70 Franken steht», sagt er.

Sabrina Dittli, Mitarbeiterin der Migrol-Tankstelle in Oetwil, bemerkte in letzer Zeit vor allem die starken Preis-Schwankungen. So tiefe Preise habe sie schon lange nicht mehr erlebt. Doch sie sagt: «Der Preis für einen Liter Benzin kann sich jederzeit wieder ändern.»

Bei der Bjarsch Automobil AG in Schlieren tankten seit Anfang des Jahres sogar weniger Personen als durchschnittlich. Dies erstaunt Verkaufsleiter Peter Bjarsch aber nicht: «Im Januar und jeweils Ende Monat tanken die Leute weniger, da ihnen das Geld fehlt.» Er merke dies anhand von der Noten, welche die Kunden in den Automaten an seiner vollautomatischen Tankstelle stecken. Bis jetzt seien dies vor allem Zehner- und Zwanzigernoten gewesen, normalerweise bezahlten die Kunden eher mit Fünfziger- oder Hunderternoten, sagt er. Eine Kundensteigerung dank Tanktouristen ist jedoch kaum zu erwarten. Aufgrund des starken Frankens ist das Tanken im Ausland noch viel günstiger als in der Schweiz.