Birmensdorf / Wettswil
Beim Landikon-Tunnel kommt das Ende langsam in Sichtweite

An den vergangenen beiden Wochenenden war der Landikontunnel zwischen Wettswil und Birmensdorf durchgehend gesperrt. Anfang September soll die Sanierung abgeschlossen sein. Die Arbeiten dürften etwas günstiger ausfallen als budgetiert.

Thomas Stöckli
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Landikontunnel: Das Ende ist in Sicht

Landikontunnel: Das Ende ist in Sicht

Thomas Stöckli
Projektleiter Dumeng Claglüna.

Projektleiter Dumeng Claglüna.

Thomas Stöckli

Wassereinbrüche, verwitterte Mauern, Risse im Spritzbeton und eine verschlammte Tunnelsohle - seit dem Bau im Jahr 1864 wurde am Eisenbahntunnel zwischen Birmensdorf und Wettswil nur das nötigste gemacht. Die letzte Sanierung liegt rund 40 Jahre zurück.

Nach den mittlerweile fast abgeschlossenen Arbeiten ist der Tunnel zumindest für die nächsten 30 Jahre gerüstet. «Die Massnahmen am Gewölbe sollten sogar 50 Jahre halten», so Dumeng Claglüna, Projektleiter der SBB für die Instandsetzung des Landikontunnels.

Nun laufen die Finish-Arbeiten

Ein grosses Thema bei der Sanierung war das Lichtraumprofil. Dieses schreibt die Mindestabstände zwischen Zug und Tunnelgewölbe vor. «Wir haben oben und unten Raum gewonnen», verrät Claglüna. Unten sei die Sohle um bis zu 15 Zentimeter abgesenkt worden, oben brauche die neue Stromschiene deutlich weniger Platz als die bisherige Spannleitung.

Gearbeitet wurde jeweils nachts sowie an den letzten beiden Vollsperrungs-Wochenenden. Die Sanierung des Gewölbes war schon zu Beginn der Sommerferien fertig, die letzten zwei Wochen ging es um die Tunnelsohle, nun laufen noch die Finish-Arbeiten. Bis Mitte August dauern die Nacht-Sperren an (jeweils Sonntag bis Donnerstag ab 21.25 Uhr). In dieser Zeit verkehren weiterhin Bahnersatzbusse zwischen Bonstetten-Wettswil und Birmensdorf. Den letzten Schliff erhält der Tunnel dann bis in die erste September-Woche - ohne weitere Beeinträchtigungen des Zugverkehrs.

11 Mio. Franken waren für die Sanierung budgetiert. Die Rechnung dürfte aufgehen. Dumeng Claglüna geht sogar von einer leichten Kostenunterschreitung aus.