Dietikon
Beim Fondue-Plausch des Senioren Clubs wird fünf Kilo Käse verdrückt

Zum jährlichen, gemütlichen Fondue-Plausch gehören eine Wanderung, gute Stimmung und über fünf Kilo Käse. 33 Senioren lassen es sich im Restaurant Hemat in Dietikon schmecken. Wer Fondue nicht mag: Es können auch andere Speisen bestellt werden.

Sarah Fuhrer
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Fondueessen
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Nach der Wanderung in der Kälte sind die Mägen der 33 Gäste leer – das Fondue kommt gerade recht.
Auch der letzte Rest wird aufgegessen: Das Fondue schmeckt.
7 Caquelons mit Käse sind bereit.
Schnell sind die fünf Kilo Käse weg und die Caquelons leer.
Die Teilnehmer schätzen besonders die gute Stimmung und das gemütliche Zusammensein.

Fondueessen

Sarah Fuhrer

Wohlige Wärme und dampfender Käse empfangen die 33 Senioren im Restaurant Heimat in Dietikon. Sie sind an diesem Morgen der Limmat und der Reppisch entlang gewandert, vom Fähriplatz in Oetwil bis zu ihrem Ziel. Fast eineinhalb Stunden waren sie unterwegs, vier Kilometer haben sie in der winterlichen Kälte zurückgelegt. Ihre Hände und Nasenspitzen wärmen sich aber schnell wieder, als sie an den beiden langen Tischen Platz nehmen. Und auch der Hunger, der sich während der Wanderung bemerkbar gemacht hat, kann gestillt werden.

Ein Kuss als «Strafe»

Genussvoll halten die Frauen und Männer vom Senioren-Club Oetwil das Brot in den flüssigen Käse. «Sie müssen richtig umrühren, nicht nur tunken», ermahnt die Kellnerin ihre Gäste scherzend, «ich sehe dem Käse an, ob Sie das richtig machen.» Die Senioren lachen und scherzen gerne mit der Kellnerin, immer wieder fällt ein Spruch.

Was ist, wenn jemandem ein Brotstück von der Gabel rutscht und im Käse verloren geht? «Wir haben da keine Regelung abgemacht», sagt Organisatorin Romy Häfliger und lacht. «Bei uns besagt die alte Tradition, dass der Schuldige seinem Nachbarn einen Kuss geben muss», erzählt Besucherin Margrit Chinni.

Schönes Zusammensein

Angeregtes Plaudern und herzhaftes Lachen begleiten das Essen. Die Besucher tauschen fröhlich Erinnerungen aus und erzählen einander aus ihrem Leben. «Es ist einfach schön und gemütlich, auf diese Weise gemeinsam Zeit zu verbringen», sagt Häfliger. Jedes Jahr besuchen über 30 Leute den Fondue-Plausch – sie alle schätzen und geniessen dieses Zusammensein sichtlich, das Fondueessen im kalten Winter ist inzwischen Tradition. Der Senioren Club organisiert fast jeden Monat verschiedene Treffen, die jeweils gut besucht sind, wie Häfliger sagt.

Über fünf Kilo Käse hat das Restaurant für die Gruppe verarbeitet. Die Caquelons sind aber schnell leer, die Bäuche entsprechend voll. Glücklich lehnen sich die Besucher zurück und verweilen noch, um die Stimmung zu geniessen.

Auch wer Fondue nicht mag, ist herzlich willkommen: Es können andere Speisen bestellt werden. Wer bei der Wanderung nicht dabei sein kann oder will, wird mit dem Auto zum Restaurant gebracht. Die Organisatoren wollen es jedem ermöglichen, beim gemütlichen Treffen dabei sein zu können.