Dietikon

Bei diesem Wettkampf werden alle zum Fisch

Die erste Austragung des Schwimmwettbewerbs «De schnällscht Limmattaler Fisch» wurde zum vollen Erfolg. 128 Schwimmer von 5 bis 13 Jahren waren am Start.

Spannung pur. Unter anfeuernden Zurufen crawlte, schwamm und paddelte die Limmattaler Jugend um den heiss begehrten ersten Titel des schnellsten Limmattaler Fisches. Insgesamt hätten sich 128 Schwimmerinnen und Schwimmer von 5 bis 13 Jahren angemeldet, freute sich die Initiantin Ursula Hintermeister. Viele der jungen Sportler haben auch sogleich ihren eigenen Fanclub mitgebracht: Schulkameraden, Geschwister oder Eltern.

Die Wettkampfatmosphäre am Samstagnachmittag im Hallenbad Fondli in Dietikon spornte die Athleten zusehends zu Höchstleistungen an. Während die jüngste Kategorie über 25 Meter wetteiferte, mussten die älteren Teilnehmer die doppelte Strecke absolvieren. Ein Aufgeben gab es nicht, auch wenn zum Teil die zweiten 25 Meter sichtlich hart zu bewältigen waren: Es wurde gekämpft bis ins Ziel.

Spass im Vordergrund

«Ich finde den Wettkampf lustig», begründet die Fünftklässlerin Anna Marguerat aus Uitikon ihre Teilnahme. Auch für die sechsjährige «Wasserratte» Manon Isler aus Bergdietikon, welche mit ihrer Mutter auf den ersten persönlichen Wettkampf geübt hatte, stand der Spass im Vordergrund.

Umso grösser natürlich die Freude, als zum Spass sogar noch eine gewonnene Goldmedaille hinzukam. Freudestrahlend durfte auch Nicolas Seiler aus Berikon auf dem Podest von Ursula Hintermeister die goldene Auszeichnung entgegennehmen. «Es ist ein gutes Gefühl Erster zu sein.», erzählte er stolz mit der Medaille in der Hand. «Ich bin glücklich.»

Ob schwimmen oder vom Sprungbrett springen, das Wasser sei einfach sein Element, verriet Nicolas. Nicht ganz unschuldig am Erfolg sei aber auch seine Familie gewesen. Auch wenn er sie unter den vielen Zurufen nicht wirklich heraushören konnte, habe ihn die lautstarke Unterstützung vom Beckenrand «gleich noch schneller gemacht».

«Lässige Atmosphäre»

Die Dietikerin Ramona von Holzen gewann zwar kein Edelmetall, doch die Badekappe mit dem Fisch-Logo, welche jeder Teilnehmer überreicht bekam, war für die polysportive Wettkämpferin Lohn genug. Schliesslich seien die «Fisch-Wettkämpfe» fast schon eine Familientradition, wie ihre Mutter Margrit verriet: «Ich bin früher jeweils beim Dietiker Fisch mitgeschwommen.» Auch wenn natürlich jedes Kind gerne eine Medaille gewonnen hätte, für David Spale, Vater von zwei Teilnehmerinnen, zählt der olympische Gedanke. «So können sie sich mit anderen Kindern sportlich betätigen und sich untereinander ohne tierischen Ernst messen», erklärte er und fügte an: «Ich finde auch die Atmosphäre hier lässig.»

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Die Worte ihres Vaters bestätigend und genüsslich an einer sauren Zunge schleckend zog auch Cynthia für sich und ihren achten Rang ein positives Fazit: «Ich bin sehr zufrieden, es war ein super Nachmittag mit vielen Freunden.»

Die grösste Auszeichnung, welche an der ersten Ausgabe des «schnellsten Limmattaler Fisches» vergeben wurde, ging an den 13-jährigen Urdorfer Joel Ponikelsky und die 11-jährige Karen Keller aus Uitikon. Nur gerade 34.73 Sekunden brauchten die beiden, um die 50 Meter zurückzulegen.

Begeisterung für Schwimmsport

Da viele Gemeinden im Limmattal über kein eigenes Schwimmbad verfügen und so auch keine Schwimmwettkämpfe austragen können, habe sie die Idee für den schnellsten Limmattaler Fisch entwickelt, blickte Ursula Hintermeister zurück. Aus der Idee wurde ein kantonübergreifendes Konzept, welches überall auf positives Feedback stiess. Zusammen mit dem Wassersportclub Dietikon, welcher für die technische Durchführung des Wettkampfes zuständig war, habe sie schnell Unterstützung gefunden. «Es sollte ein vernetzter Wettkampf für das ganze Limmattal werden, der auch den Kanton Aargau einschliesst», erklärte Hintermeister. Nebst dem Erlebnis und der sportlichen Herausforderung wollte sie bei den Kindern ebenso Begeisterung für einen Wettkampf an sich entflammen. Auch wenn die Politik für einen kombinierten Zürcher und Aargauer Wettkampf noch nicht bereit zu sein schien, zeigten sich die Organisatoren mit der Premiere zufrieden. Einzig der Finalwettkampf, bei welchem die Sieger der diversen Schwimmwettkämpfe im Limmattal gegeneinander antreten sollten, musste aufgrund von zu wenigen Anmeldungen abgesagt werden. Die Idee aber bleibe im Hinterkopf.

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