«Schaut zu, dass ihr nicht kalt bekommt», rief der Speaker über die Lautsprecheranlage. Für die 150 Kinder, die sich am Sonntag eingefunden hatten, um an der Postfinance Trophy in Urdorf teilzunehmen, war das kein Problem. Schliesslich braucht es ziemliche Puste, um auf dem Eishockeyfeld bestehen zu können. Für die 200 Zuschauer in der Weihermatt war das schwieriger. Bei Minustemperaturen und starkem Schneefall freute sich jeder über den wärmenden Tee im Imbiss.

Bereits zum fünften Mal fand in Urdorf die Postfinance Trophy statt. Das Interesse an dem Nachwuchsanlass steigt von Jahr zu Jahr. Im vergangenen Jahr hatten sich sieben Mannschaften angemeldet – in diesem Jahr waren es bereits 18 Teams und 150 Spieler, die sich in der Kunsteishalle um den Puck balgten. «Mehr geht nicht», meinte Thomas Suter, der OK-Chef des Anlasses. Aufgrund der Infrastruktur sei man jetzt bei der Maximalkapazität angelangt. «Die Garderoben sind rammelvoll. Bei noch mehr Teilnehmern müssten sich die Kinder draussen umziehen. Das wollen wir nicht», sagte Suter.

Begeisterung wecken

Die Postfinance fördert mit ihren Nachwuchsanlässen Kinder und Jugendliche, die einmal vielleicht auf der ganz grossen Sportbühne stehen werden. Wo steckte er also, der nächste Nati-Star? Vielleicht hier? Vielleicht war es der Spieler der Schlossi-Geister aus Obfelden, der ganze vier Gegenspieler – also das komplette Team – umkurvt und lässig zum Torerfolg abschloss?

Noch soll die Leistung allein aber bei dem Anlass nicht im Zentrum stehen. «Wir wollen die Kinder mit diesem Anlass begeistern für das Eishockey», sagt Urs Wietlisbach, der vom EHC Urdorf aus den Anlass mitorganisiert. Gespielt wird deshalb auch ohne Bodychecks und Torhüter. Und ein Tor zählte nur dann, wenn der Schuss flach abgegeben wurde. Auch die Schiedsrichter waren jüngere Jahrgänge. «Seit wir Schiedsrichter einsetzen, die genauso alt sind wie die Spieler, ist die Akzeptanz auch bei den Trainern gestiegen», meinte Wietlisbach. Das Konzept scheint anzukommen: Die Zahl der Anmeldungen steigt von Jahr zu Jahr.

Aus der ganzen Region waren die Kinder mit ihren Eltern angereist. Das Team aus Küssnacht SZ nahm den weitesten Weg auf sich an diesem Sonntag. Die insgesamt 18 Mannschaften wurden in vier Alterskategorien aufgeteilt. Gespielt wurde auf einem Drittel eines Eishockeyfelds, so konnten zeitgleich drei Matches gespielt werden, die zwei Mal zehn Minuten dauerten.

Die Organisatoren zeigten sich zufrieden. Suter: «Die Kinder spielen sehr fair, und es gibt keine Zwischenfälle zu beklagen.» Auch gesundheitlich sei alles im Lot. «Wenn sich die Mitarbeiter der Sanität langweilen, freut das uns alle», meinte er lachend.