Schlieren
Bedingungen haben sich geändert: Gestaltung der Geissweid kostet 56'000 Franken mehr

Der Schlieremer Stadtrat hat einen Nachtragskredit für die Gestaltung der Geissweid gesprochen. Damit steigen die Gesamtkosten auf 960'000 Franken. Da die Buslinienführung geändert wurde, braucht es nun doch keine Busbucht. Das hat zur Folge, dass der Platz etwas grösser wird.

Alex Rudolf
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Ab 2019, wenn das Tram 2 bis zur Geissweid verlängert wurde, sollen Bäume den Platz verschönern. Nun werden es 14 Bäume mehr.

Ab 2019, wenn das Tram 2 bis zur Geissweid verlängert wurde, sollen Bäume den Platz verschönern. Nun werden es 14 Bäume mehr.

Gabriele Heigl

Gut 56 000 Franken – so hoch ist der Nachtragskredit, welchen der Stadtrat für die Gestaltung der Geissweid gesprochen hat. In seinem am Freitag veröffentlichten Beschluss macht er diesen Entscheid publik. Damit steigen die Gesamtkosten der Platzumgestaltung auf knapp 960 000 Franken.

Mitte September stimmte das Schlieremer Stadtparlament der Umsetzungsvorlage zur Volksinitiative «Attraktive Geissweid für alle» zu. Demnach sollte der Platz, wo dereinst die Tramlinie 2 wendet und den die Limmattalbahn passieren wird, für gut 900 000 Franken umgestaltet werden.

Seither haben sich die Rahmenbedingungen jedoch geändert. «Bei der damaligen Projektierung war davon auszugehen, dass entlang der Badenerstrasse eine Busbucht zu erstellen ist», so der Stadtrat. Zwischenzeitlich habe sich jedoch gezeigt, dass die Buslinienführung ab 2022 nicht mehr über die Badenerstrasse erfolgen werde. So soll die Buslinie 302 (Spital, Urdorf, Weihermatt) über die Urdorferstrasse geführt werden. Daher muss der südliche Rand des Geissweidplatzes angepasst werden. «Aufgrund der grösseren Platzfläche sind 14 Bäume und zwei Kandelabern mehr erforderlich», so der Stadtrat.

Die exakte Abgrenzung zwischen der Platzgestaltung und der Gestaltung der Badenerstrasse sei hinsichtlich Kostenteiler noch präzise zu definieren, so der Stadtrat. «Da die Vorbereitungsarbeiten zum Bau bereits weit fortgeschritten sind, ist es wichtig, der Projektanpassung möglichst rasch inhaltlich zustimmen zu können», so der Stadtrat.

Genau vor einem Jahr regte sich im Stadtparlament grosser Widerstand gegen die Platzgestaltung. Von bürgerlicher Seite wurde der Vorschlag nach der Erstellung einer Wohnüberbauung auf der Geissweid laut. Daraufhin versenkte die Ratsmehrheit den 992 000-Franken-Kredit für die Platzgestaltung mit 80 einheimischen Bäumen. Zusätzlich hätte die Limmattalbahn AG 305 000 Franken übernommen. Die Liberale Baugenossenschaft Schlieren präsentierte daraufhin ein mögliches Bauprojekt. 600 Personen unterstützten die als Gegenreaktion darauf lancierte Initiative «Attraktive Geissweid für alle» mit ihrer Unterschrift. Im Juli dieses Jahres präsentierte der Stadtrat die Umsetzungsvorlage, in welcher das Projekt um 90 000 Franken abgespeckt wurde.