Der Baustart für die rund 40 geplanten Wohnungen der Baugenossenschaft Schächli im Altbergquartier ist aufgrund eines hängigen Rekurses auf Mai 2012 verschoben worden. Dies teilt der Präsident der Baugenossenschaft, Karl Geiger, auf Anfrage mit. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten im vergangenen September beginnen sollen.

Gegen die erteilte Baubewilligung läuft derzeit ein Rekursverfahren. Die Baugenossenschaft habe nach dem geltenden Recht, ohne Ausnahmebewilligungen auf der Basis des rechtskräftigen Gestaltungsplanes geplant, sagt Geiger. Er sehe deshalb das Projekt nicht ernsthaft gefährdet.

«Der Rekurs hat auch Vorteile», meint Geiger trotz der Verzögerung des Baustarts. Zur Überbauung Schachenmatt gehören drei Blockelemente, deren «Block C» von der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund realisiert wird. «Je näher beisammen beide Baupartner ihre Projekte zeitlich durchführen, desto effektiver kann man Synergien nutzen.»

Gemeinschaft fördern

Die geplanten Wohnungen seien vor allem für junge Familien gedacht, so Geiger. Auch zwölf subventionierte Wohnungen, welche unter anderem für alleinerziehende gedacht seien, sollen entstehen. «Das Projekt ist ein gutes Beispiel für günstigen Wohnungsbau», findet Geiger. Natürlich brauche es den privaten Wohnungsbau. «Doch ein gut ausgebauter Kinderspielplatz und die Förderung der Gemeinschaft sind für uns zentrale Anliegen. Diese werden beim Bau von Privatwohnungen oft vernachlässigt.» In der neuen Siedlung sind auch eine Kinderkrippe und ein Kindergarten vorgesehen.

Bereits ist der neue Baurechtsvertrag für das Grundstück an der Schächlistrasse vom Stadtrat abgesegnet worden. Im Februar wird er nun dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt (siehe Box).

Änderungen am Baurechtsvertrag

Im Vergleich zu dem bereits seit 1949 zwischen der gemeinnützigen Baugenossenschaft Schächli und der Stadt Dietikon bestehenden Baurechtsvertrag für das gegebene Grundstück sind einige Änderungen vorgesehen, wie aus dem Antrag des Stadtrates hervorgeht. Der Gestaltungsplan «Schächli» bedingt unter anderem eine Erweiterung des Baurechtsgrundstücks. Auch der subventionierte Wohnungsbau nach Bedingungen von Bund und Kantonen ist im neuen Baurechtsvertrag festgehalten, um dessen Genehmigung der Stadtrat den Gemeinderat ersucht.