1. Ärger rund um den Bau der Limmattalbahn im Quartier Mülligen

Offenbar verläuft beim Bau der Limmattalbahn noch nicht alles reibungslos. Besonders aus Sicht des Quartiervereins (QV) tun sich Probleme auf. So wies Gemeinderätin Gaby Niederer im Rahmen der Fragestunde vom Montag darauf hin, dass an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Anfang September einem Teil der Wohnhäuser des Quartiers Mülligen vormittags das Gas und das Wasser abgestellt wurde – ohne die Anwohner ausreichend darüber zu informieren. «Wie stellt die Stadt sicher, dass solche Einschränkungen für die Anwohner künftig ausbleiben?», fragte sie. Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) verwies darauf, dass seine Abteilung beim Bau zwar unterstützend zur Seite stehe. «Es ist jedoch eine externe Firma mit den Arbeiten betraut, die in der Tat besser hätte informieren müssen», so Kunz. Die Beschwerde sei an die Verantwortlichen weitergeleitet worden.

Auch Thomas Widmer (QV) ist die Baustelle ein Dorn im Auge. Er wollte vom Stadtrat wissen, warum auf der Zürcherstrasse noch immer das Temporegime 60 herrsche. Besonders in Anbetracht der neuen Fussgängerübergänge und Lichtsignalanlagen würden sich massive Einschränkungen ergeben, was zu gefährlichen Situationen führen könne. «In der Tat läuft auf der Baustelle noch nicht alles optimal», räumte der Schlieremer Bauvorstand Markus Bärtschiger (SP) ein. Doch er könne nicht in die Köpfe der kantonalen Beamten schauen, um ihre Überlegungen nachzuvollziehen.

2. Warum ist das Schlieren-Schaufenster so schmutzig?

In der SBB-Unterführung ist ein Schaufenster, das anscheinend von der Stadt Schlieren gemietet wurde, stellte Andreas Kriesi (GLP) fest. «Es hat allerdings schon lange keinen Putzlappen mehr gesehen und macht einen etwas trostlosen Eindruck.» Er wollte wissen, ob man es ein wenig attraktiver gestalten könnte. Finanzvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) verwies darauf, dass es – wie Kriesi richtig formulierte – nur den Anschein mache, die Stadt sei Mieterin des Schaufensters. In Tat und Wahrheit miete es aber der Macher der darin ausgestellten Skulptur, der auch für den Unterhalt verantwortlich sei.

3. Der Schandfleck an der Zürcherstrasse bleibt

Bereits in Fragestunden in den Jahren 2013 und 2015 erkundigten sich Parlamentarier nach dem Stand der Dinge auf der Baustelle an der Zürcherstrasse 137. Damals wie heute herrscht dort Stillstand und Stahlpfeiler ragen aus dem Boden. Oft wird die Baustelle auch als Schandfleck von Schlieren bezeichnet. Nun folgte GLP-Gemeinderätin Songül Viridén diesem Zweijahresrhythmus und wollte wissen, wem die Bauruine gehört und warum nicht weitergebaut wird. Markus Bärtschiger verwies darauf, dass man zwar Vermutungen habe, warum es nicht weitergehe, der Stadt aber die Hände gebunden seien, da es sich um ein privates Projekt handle. 2015 habe man eine Grosskontrolle durchgeführt, im Rahmen derer Sicherheitsaspekte geprüft wurden, führte Bärtschiger weiter aus. «Die Baustelle ist keine Gefahr für die Bevölkerung und ist gut abgesperrt», so Bärtschiger. Zudem wisse man, dass sich eine Vielzahl von möglichen Käufern für das Grundstück interessiert. «Hoffen wir, der Besitzer handelt schlau und verkauft seine Bauruine, damit der Bau vorangetrieben werden kann.»

4. Ganzer Bezirk sucht geeigneten Platz für Fahrende

Weil die Geissweid ab 2019 als Wendeplatz für das 2er-Tram genutzt wird, können sie die Fahrenden nicht mehr als Durchgangsplatz nutzen. Wendy Buck (SP) wollte vom Stadtrat wissen, ob er sich bereits auf die Suche nach einem alternativen Standort gemacht habe, damit Fahrende weiterhin in Schlieren bleiben können. Markus Bärtschiger betonte, dass es ein beliebter Platz für Fahrende ist. «Einen Ersatz zu finden, ist jedoch nicht einfach, da der Standort genügend gross sowie mit Strom- und Wasseranschluss versehen sein muss.» Zudem sei der ganze Bezirk Dietikon dafür verantwortlich, einen alternativen Standort zu finden. Dieser müsse nicht zwingend in der Stadt Schlieren sein. Unter Aufsicht des Kantons sei die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) derzeit auf der Suche nach einem passenden Standort.

5. Auf Druck der Stadt wurden O-Bikes eingesammelt

Noch vor wenigen Wochen habe man auf dem Stadtgebiet viele O-Bikes, Mietvelos eines asiatischen Unternehmens, gesehen, sagte Boris Steffen (SVP). Heute habe es nur noch vereinzelt welche, konstatierte er und fragte, ob die Stadt etwas unternommen habe. «Gut beobachtet», bemerkte Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher (SVP) und erklärte, dass man beim Unternehmen interveniert habe, worauf dieses die Bikes eingesammelt habe.

6. Badi soll flexiblere Öffnungszeiten haben

Während des Hochsommers ist die Schlieremer Badi bis 20 Uhr offen, davor und danach lediglich bis 19 Uhr. «Für Erwerbstätige, die bis 17 oder 18 Uhr arbeiten, wird es sehr knapp, wenn sie am Feierabend noch die Badi besuchen möchten», so Leila Drobi (SP). Sie wollte wissen, ob die Badi nicht schon vor dem Hochsommer bei schönem Wetter länger geöffnet bleiben könnte. Stefano Kunz bestätigte, dass man sich schon seit längerer Zeit Gedanken über die Öffnungszeiten mache. Noch könne jedoch nichts Genaues dazu gesagt werden, da es auch eine Frage der Ressourcen sei.

7. Verkehrsschild wurde wohl bei Bauarbeiten vergessen

Immer wieder kommt es vor, dass Autos auf der Schulstrasse von Zürich herkommend in der Sackgasse beim Schlieremer Freibad landen und dort wenden müssen. Dies wäre nicht notwendig, wenn wie bis anhin weiter östlich entlang der Schulstrasse ein Warnschild angebracht wäre. Doch dort ist keines mehr zu finden, wie Boris Steffen (SVP) bemerkte. Er wollte wissen, ob es dem Stadtrat bekannt ist, dass eine solche Hinweistafel fehle. Pierre Dalcher verwies darauf, dass das Fehlen seiner Abteilung nicht bekannt war. Seitdem Steffen die Frage jedoch eingereicht hat, wurde bereits ein provisorisches Schild angebracht. Derzeit werde abgeklärt, wo die definitive Tafel genau platziert werden soll. Wie es zum Verschwinden der ursprünglichen Hinweistafel gekommen ist, kann sich Dalcher nicht erklären. Wohl müsse dies im Rahmen von Bauarbeiten vergessen gegangen sein.

8. Das Glassammeln soll komfortabler werden

Die Glassammelstelle an der Feldstrasse sei nicht gerade benutzerfreundlich, wenn es darum gehe, mehrere Glasflaschen nacheinander zu entsorgen, stellte Dominik Ritzmann (Grüne) fest. So würden sich die Öffnungen der Unterflurcontainer nicht arretieren lassen. Daher müsse für jede einzelne Flasche die Öffnung erneut betätigt werden. Ritzmann wollte wissen, wie der Stadtrat das Glassammeln komfortabler machen könnte. Stefano Kunz verwies darauf, dass durch das Fehlen einer Arretierung auch grosse Vorteile entstünden. «So sind die Container absolut wasserdicht. Während der warmen Monate werden so keine Wespen angezogen», sagte er. Doch handle es sich beim Modell an der Feldstrasse tatsächlich um ein älteres, welches in naher Zukunft ersetzt werden müsse. «Dann werden wir auf diesen Aspekt achten», so Kunz.